FUSSBALL: Vorzeitiger Aufstieg geschafft

Die Damen FC Schaan III, welche eigentlich auch auf der Verbands-Homepage Schaan-Gams heissen sollten, haben sich im drittletzten Spiel der Saison mit einem 8:0-Sieg über Untervaz den 3.-Liga-Aufstieg gesichert.

Miriam Küpper
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Die Meisterschaft dominiert und verdient in die 3. Liga aufgestiegen: Die Mannschaft Schaan-Gams. (Bild: PD)

Die Meisterschaft dominiert und verdient in die 3. Liga aufgestiegen: Die Mannschaft Schaan-Gams. (Bild: PD)

Miriam Küpper

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Die Kickerinnen der Vereine FC Schaan und FC Gams schlossen sich vor drei Jahren zur neuen Mannschaft Schaan-Gams zusammen, da beide allein nicht genügend Spielerinnen hatten, um eine Mannschaft zu stellen. Meistens wird nun aber nur noch der Name «Schaan III» für die Mannschaft verwendet, obwohl der Grossteil der Spielerinnen vom FC Gams kommt. Ein Problem ist dies aber für keine Spielerin: «Wie wir heissen oder wie viele Spielerinnen von welchem Verein kommen, ist mir egal. Hauptsache wir können Fussball spielen», erzählt die vierfache Torschützin vom Spiel gegen den FC Untervaz, Raffaela Bollhalder.

Das Team Schaan-Gams gibt es seit drei Jahren und anfangs hätten die Spielerinnen sich erst einmal auf einander einstellen müssen. Zu den erfahrenen Spielerinnen stiessen Nachwuchs- kickerinnen dazu, die sich noch an das Tempo und die Zweikämpfe im Damenfussball gewöhnen mussten. Dem ehemaligen Trainer Andreas Schweiger gelang es aber, eine gute und solide Mannschaft aufzubauen.

«Wir gehören in die 3. Liga»

Daher schafften es Schaan-Gams in der ersten Saison auf Platz drei, in der darauffolgenden auf den zweiten Tabellenrang. Nun sei in dieser Saison dann endlich die Zeit für den Aufstieg gekommen. «Wir haben die Liga dominiert und der Aufstieg zeichnete sich schon nach den ersten Begegnungen, aus welchen wir mit hohen Siegen hervorgingen, ab», bemerkt Bollhalder und ergänzt: «Wir gehören in die 3. Liga.» Frommelt wie Bollhalder stimmen aber in einem überein: «Es würde der Mannschaft gut tun, wenn der Kader durch einige neue Spielerinnen verstärkt würde.» Dies bezieht sich auf das Verletzungspech, welches die Damenmannschaft durch die Saison zu verfolgen schien. Gleich vier Stammspielerinnen fielen ein halbes Jahr aus und mussten durch weniger erfahrene, junge Spielerinnen ersetzt werden. Frommelt wurde dabei vom Erfolg überrascht: ««Ich war nicht sicher, ob es für den Aufstieg reichen wird, nachdem wir so viele gute Spielerinnen verloren haben. Anscheinend haben aber alle anderen so grosse Fortschritte gemacht, dass es doch ging.» Sich auf die eigenen Stärken und den Teamgeist zu besinnen, mache laut Bollhalder das Erfolgsrezept des Teams aus. Diese Rechnung ging auch am vergangenen Sonntag im Spiel gegen den FC Untervaz, welches sie vor rund 50 Zuschauern mit 8:0 für sich entschieden, wieder auf.

Neues Trainergespann sah sofort das riesige Potenzial

Für den nötigen Schub auf Platz eins der Tabelle sorgte auch das neue Trainergespann von Peter Frommelt und Alex Quaderer. «Wir haben dank unseren neuen Trainern noch mal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, vor allem mental», berichtet Raffaela Bollhalder. Das Trainergespann habe der Mannschaft geholfen, an sich zu glauben und auf das individuelle Talent jeder Spielerin zu vertrauen. «Ich habe vom ersten Moment an gewusst, dass diese Mannschaft ein riesiges Potenzial hat», beschreibt Trainer Peter Frommelt seine Anfänge mit der Mannschaft. Er ist stolz auf die Fortschritte, die seine Spielerinnen im technischen, taktischen wie spielerischen Bereich gemacht haben. Die Ausrichtung auf die Offen­sive hat sich ebenfalls bezahlt gemacht: Nach 16 Spielen kann Schaan-Gams ein Torverhältnis von 74:16 vorweisen.

Die Mannschaft muss sich aber nun auf einen Umbruch einstellen, der mit dem Aufstieg in die 3. Liga einhergeht. Um sich in der höheren Liga etablieren zu können, müssten laut Trainer Frommelt noch technische und taktische Aspekte verbessert werden und formuliert es wie folgt: «Wir müssen unseren bisherigen Weg weitergehen und versuchen, alles noch ein wenig besser zu machen.»

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