FUSSBALL: Sevelens siebter Streich

Im letzten 4.-Liga-Meisterschaftsspiel der Vorrunde fand auch der FC Haag gegen das Team der Stunde kein Rezept. Der 3:1-Erfolg war hochverdient, der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.

Robert Kucera
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Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Die erste Mannschaft des FC Sevelen durfte am Samstag gleich zwei Erfolge feiern: Mit einem 3:1 über den FC Haag setzte das Team seine eindrückliche Siegesserie fort und weil die zweite Mannschaft des FC Buchs nachbarschaftliche Schützenhilfe leistete, indem sie Leader FC Glarus eine Niederlage zufügte, ist zur Winterpause der endgültige Anschluss an die Spitze hergestellt. Der schlechte Saisonstart mit zwei Niederlagen in drei Partien konnte somit noch in diesem Jahr korrigiert werden, das Aufstiegsrennen geht quasi von vorne los. Als grosser Verlierer fühlt sich der FC Haag aber auch nicht, wie man den Worten ihres Torhüters Marco Hardegger entnehmen kann: «Wenn uns vorher einer gesagt hätte, wir wären nach der Vorrunde mit 25 Punkten vorne dabei, hätten wir dem gesagt, dass er spinnt. Wir haben eine super Vorrunde gespielt, im Allgemeinen bin ich top zufrieden. Aber heute haben wir wieder einmal den Meister gefunden.»

Duplizität der Ereignisse in beiden Halbzeiten

Der meisterliche Auftritt des Heimclubs aus Sevelen gelang jedoch erst im zweiten Anlauf. Denn vor dem 1:1 stand man dem zweiten Treffer näher als die Haager dem Ausgleich. Selbst das 2:1 war noch kein Grund, sich beruhigt zurückzulehnen – zu ähnlich verliefen bis dahin die Halbzeiten. Am Anfang stand, nach ereignislosen Startminuten ohne Strafraumszenen, die Seveler Initialzündung. In der achten Minute klatschte der Kopfball von Lucas Eberle an die Latte, in der 57. Minute ging die Direktabnahme Eberles nur knapp am Tor vorbei. Es schien, wie wenn es diese erste Torchance des Spielertrainers in jeder Halbzeit gebraucht hätte. Fortan wirkte Sevelen im Offensivspiel zielstrebiger und ballsicherer. Die Folge waren die Führungstore zum 1:0 und 2:1. Wie in den ersten 45 Minuten mangelte es darauf hin an der Effizienz, respektive stand ein gut aufgelegter Marco Hardegger im Haager Tor. Doch Sevelen lernte aus den Versäumnissen in der ersten Hälfte und schoss das 3:1. Der Gast vermochte in der zweiten Hälfte keine offensiven Akzente mehr zu setzen und musste sich bei ihrem Torhüter bedanken, dass es keine Kanterniederlage absetzte. «Ich hätte lieber einen schlechten Tag gehabt, dafür holt das Team drei Punkte», sagt Hardegger und hält fest: «Sevelen hat verdient gewonnen.»

Auf der Gegenseite freut sich Matthias Quaderer über seinen Doppelpack in Halbzeit zwei und drei Punkte, lobt aber als erstes die Teamleistung. «Wir haben alles, was der Trainer in der Pause gesagt hat, gut umgesetzt.» Konkret: In der Defensive nichts mehr zulassen und vorne mehr Leute ins Spiel einbinden – beides klappte wahrlich meisterlich.

Sevelen – Haag 3:1 (1:1)

Tore: 16. Hercod 1:0. 38. Weiss 1:1. 58. Matthias Quaderer 2:1. 65. Matthias Quaderer 3:1.

FC Sevelen: Schlegel; Sven Sturzenegger, Fazlija, Hagmann, Luan Isufi; Remo Sturzen- egger, Ferreira, Fabio Quaderer; Matthias Quaderer, Hercod; Eberle. – Weitere eingesetzte Spieler: Janssen, Elduan Isufi, Kaurin, Pettineo.

FC Haag: Marco Hardegger; Patrick Marquart, Fabian Hardegger, Patrick Müller, Dominic Müller; Heeb; Scherzinger, Weiss, Lampert, Baumgartner; Haldner. – Weitere eingesetzte Spieler: Christoph Marquart, Gabathuler, Koller, Jannik Marquart.

Bemerkungen: Verwarnungen: 32. Dominic Müller, 52. Weiss, 82. Heeb (alle Foul).