FUSSBALL: «Motivation, alles zu geben»

Der Buchser Tim Staubli ist zwar erst 17-jährig. Doch auf Kurs, dereinst der ersten Mannschaft des FC St. Gallen anzugehören. Im U21-Team will er zunächst weiter an sich arbeiten, um sich zu empfehlen.

Robert Kucera
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Nimmt via U21 Anlauf für die Super League: der Buchser Tim Staubli. (Bild: Robert Kucera)

Nimmt via U21 Anlauf für die Super League: der Buchser Tim Staubli. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Tägliche Trainings mit der ersten Mannschaft des FC St. Gallen, Einladung ins Trainingslager, zwei Einsätze bei Testspielen und gegen Austria Lustenau ein Tor geschossen – die Bilanz von Tim Staubli darf sich sehen lassen. «Plötzlich spielt man mit einem Vorbild zusammen», schwärmt das Buchser Fuss­balltalent und bezeichnet die Zeit bei den Super-League-Spielern als ­«lehrreich» und «mega­gute Erfahrung». Aus­serdem freute er sich über die positiven Feedbacks vom Trainerstab und der Mitspieler. Auch er war sehr zufrieden mit sich: «Es hat mir einfach Spass gemacht – und wenn’s Spass macht, kann man gar nicht schlecht spielen.»

Als er das Aufgebot erhalten hat, konnte er es kaum glauben. In ein oder zwei Jahren, so das Ziel Staublis, könnte er es schaffen, sich in der ersten Mannschaft zu zeigen. «Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es so schnell geht, weil ich noch so jung bin.»

Vorfreude auf U21-Einsätze

Staubli hebt deswegen aber nicht ab. Er ist Realist und hält fest, dass das Kader der ersten Mannschaft steht – ohne ihn. Anzeichen von Frust? Fehlanzeige beim 17-Jährigen! «Ich freue mich sehr auf die U21-Einsätze und bin überhaupt nicht enttäuscht.» Er hofft, dass er im Winter erneut mit ins Trainingslager darf. «Es ist eine grosse Motivation, alles zu geben.» Es spricht für ihn, dass er sich auch auf die Saison im U18-Team gefreut hätte. Dass Tim Staubli in einem älteren U-Team spielt, obwohl er im nächst­jüngeren noch spielberechtigt wäre, kommt nicht von ungefähr. Der Werdenberger hat diese Art der Belohnung schon mehrmals erlebt. Für ein Talent stellt dies aber auch eine wichtige Herausforderung dar. So kann er sich mit älteren Spielern messen. Er ist jedenfalls bereit für diesen nächsten Schritt, nun nicht mehr gegen Gleichaltrige auf dem Platz zu stehen. Seine Ge­gen­spieler sind nun erwachsene Männer.

Torgefährlichkeit und Spielintelligenz

Der zentrale Mittelfeldspieler, der sich nur allzu gerne in die Offensive einschaltet, bezeichnet sich als Spieler, der nicht auffällt. «Ich bin ein Mittelfeldspieler, der den Ball halten kann und schwierige Situationen löst», sagt Staubli über sich. Als grosse ­Stärken gibt der 17-Jährige Tor­gefährlichkeit und Spielintelligenz an. Sein grösstes Handicap ist derweil sein linker Fuss. Noch sei es zu offensichtlich, dass er Rechtsfüssler ist, hält Tim Staubli fest. Sind die Trainings von der Intensität her nicht zu hoch und deshalb die Regeneration nicht das höchste Gebot, bleibt er länger auf dem Platz, spielt Pässe und lange Bälle mit links.

Spricht man Staubli auf Ziele an, fällt die Antwort klar aus: «Eine gute, überzeugende Saison machen und in Zukunft in der Super League spielen.» Er weiss, was wer will: «Wenn es noch ein Jahr geht, akzeptiere ich das und arbeite weiter an mir, bis ich die Gelegenheit erhalte. Und dann probiere ich diese zu nutzen.»