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FUSSBALL: «Lieber angreifen als verteidigen»

Der FC Buchs hat in seinen eigenen Reihen den Nachfolger von Erfolgstrainer Francesco Clemente gefunden. Ab nächster Saison übernimmt Mittelfeldakteur Raphael Rohrer, der punkto Philosophie mit den Wünschen des Vereins korrespondiert.
Robert Kucera
Raphael Rohrer (links) wechselt beim FC Buchs vom Spielfeld auf die Trainerbank. (Bild: Robert Kucera)

Raphael Rohrer (links) wechselt beim FC Buchs vom Spielfeld auf die Trainerbank. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Dem FC Buchs ist es erspart geblieben, sich während der Rückrunde mit der Trainerfrage auf die nächste Saison hin befassen zu müssen. Denn der neue Mann an der Seitenlinie konnte bereits jetzt gefunden werden und kommt aus den eigenen Reihen. Wie Präsident Walter Schlegel ausführt, sei die interne Lösung keinesfalls aus der Not heraus entstanden. «Raphael Rohrer war unsere erste Ansprechperson auf den Trainerposten», hält er fest. «Ich fühle mich geehrt und bin glücklich, dass der FC Buchs auf mich zugekommen ist», sagt Neo-Trainer Rohrer. Er habe gehofft, dass der Verein mit ihm Kontakt aufnimmt. Zumal er auf die nächste Saison hin, nach zwei Jahren Abstinenz, erneut als Trainer arbeiten wollte.

Dass dies nun beim FC Buchs der Fall ist, kommt Raphael Rohrergelegen: «Es ist eine grosse Leidenschaft entstanden, für diesen Verein alles zu geben. Der FC Buchs ist zu einer Herzensangelegenheit geworden. Deshalb war ich sehr erfreut, dass man mich angefragt hat.» Wie der 32-Jährige erklärt, fühlt er sich sehr wohl bei den Werdenbergern und hofft auf eine lange Zusammenarbeit. Dennoch beträgt die Vertragsdauer nur ein Jahr. «Wir schauen von Jahr zu Jahr, so haben wir es auch schon beim FC Triesen gemacht», so Rohrer. Eine Taktik, die keinen negativen Einfluss auf das Geschehen auf dem Fussballplatz hatte. Triesen stieg unter ihm als Trainer von der 4. Liga bis in die 2. Liga auf.

Ideen langfristig umsetzen

Die Chancen, dass es Raphael Rohrer einige Zeit auf der Sportanlage Rheinau aushält, sind gut. Denn er und der FC Buchs sprechen dieselbe Sprache. «Für uns als Verein war es ganz wichtig, dass Rohrer mit jungen Spielern aus der Region arbeiten will. Er passt zur Mannschaft und seine Philosophie stimmt mit jener des Vereins überein», ist Präsident Schlegel erfreut und setzt noch einen drauf: «Vom Typ her ist er ein toller Kerl.» Beste Voraussetzungen also, um ab 1. Juli als Trainer so richtig Gas zu geben. «Ich möchte meine Ideen langfristig umsetzen und meine Sportphilosophie implementieren», sagt Rohrer, der einen Vorteil auf seiner Seite weiss: «Ich kenne den Verein und die Mannschaft nun seit eineinhalb Jahren. Alle wissen, was für ein Typ ich bin, wie ich ticke, was meine Ansichten über Fussball sind.» So ist ihm der Umgang untereinander ein Anliegen. Er will Werte weitergeben, was Mannschaftssport ist und was es bedeutet, Teil eines Teams zu sein.

Im fussballerischem Bereich macht er keinen Hehl daraus, der Spielart von Pep Guardiola nachzueifern. Den Ball am Fuss haben, ein gepflegtes Spiel mit gutem Passspiel aufziehen – so soll sein Team auftreten. «Lieber angreifen als verteidigen», verrät er seine Grundphilosophie. Natürlich nimmt er auch Rücksicht auf Stärken jedes Einzelnen und die Qualität eines Teams. Am Ende des Tages gilt: Das Beste aus der Mannschaft herausholen.

Ein Team mit Charakter

Doch kann der Spieler Raphael Rohrer auch unbestrittener Chef der ersten Mannschaft sein? Hier stehen seine Mitspieler in der Verantwortung, nächste Saison zwischen Kumpel und Trainer unterscheiden zu können. «Die Mannschaft lebt das bereits», sieht Präsident Walter Schlegel kein Problem darin. Das Trainerduo Francesco Clemente/An-dreas Hofer hat hier ganze Arbeit geleistet. «Natürlich gibt es eine gewisse Gefahr», ist sich der Neo-Trainer bewusst. «Aber ich habe keine Bedenken. Es sind so tolle Burschen hier, das Team hat Charakter.» Mit ein Grund dafür ist, dass die Spieler stark mit der Region verwurzelt sind und der FC Buchs keine Söldnertruppe ist. «Uns ist es wichtig, dass der Spieler zum Verein steht», äussert sich Schlegel zur Personalpolitik.

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