Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FUSSBALL: «Gas geben und Tore schiessen»

Nach Marcia Andrade hat es nun auch ihre Zwillingsschwester Lydia geschafft, sich für die U19-Nati zu empfehlen. Ende November erfolgt die erste Leistungsmessung. Ein Erfolg für sie – aber auch Zwischenstation.
Robert Kucera
Nach der unerwarteten Einladung zur Leistungsmessung der U19-Nati will Lydia Andrade durchstarten und hat Grosses vor. (Bild: Robert Kucera)

Nach der unerwarteten Einladung zur Leistungsmessung der U19-Nati will Lydia Andrade durchstarten und hat Grosses vor. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

«Die Einladung kam unerwartet. Ich freue mich riesig», äussert sich Lydia Andrade zum Aufgebot. Sie wertet diesen Erfolg als Lohn für harte Arbeit bei ihrem Verein FC Zürich Frauen. Die Saisonvorbereitungsphase verbrachte sie in der ersten Mannschaft und wusste zu überzeugen. Wie im Testspiel gegen Ligakonkurrent Basel, als sie zwei Tore erzielte. Nun spielt sie allerdings in der NLB, im U21-Team des FCZ. Kein Nachteil für sie, wie Andrade findet. «Nun muss ich halt in der NLB Gas geben und Tore schiessen.» Denn auch so gerät man in den Fokus. Nach einem Kapselriss im rechten Fussgelenk muss sie sich aber erst mal zurück ins Team kämpfen.

Frauenfussball in der Schweiz boomt. Nicht nur bei der Besetzung im Kampf um Kaderplätze in der Nationalmannschaft herrscht ein harter Konkurrenzkampf, wie das Beispiel von Lydia Andrade zeigt. Die Teilnahme an der Leistungsmessung ist zwar ein Erfolg. Doch für die Haager Fussballerin nur eine Zwischenstation. Andrade will sich in den Kader spielen. Ihre Schwester Marcia, noch ohne Länderspiel, hat dieses Jahr bereits Unterschlupf gefunden. «Es ist schwer, aber alles ist möglich. Man muss dranbleiben, jeden Tag arbeiten. Ich bleibe positiv und glaube daran», sagt Lydia Andrade mit Überzeugung in der Stimme.

Körperliche Defizite aus dem Weg räumen

Der Glaube vermag zwar Berge versetzen – doch um definitive Aufnahme im U19-Kader zu erhalten, ist erst mal Fleiss und Schweiss gefragt. Auf dem Fussballplatz steht die 18-Jährige fünfmal in der Woche: viermal Training und ein Meisterschaftsspiel. Doch damit nicht genug: «Am meisten muss ich an meinem Körper arbeiten.» Vor allem Krafttraining müsse sie machen. Dreimal in der Woche, jeweils eine Stunde am Morgen, arbeitet sie an ihrem Defizit. So dass sich in ein paar Monaten der Traum erfüllt. Denn Andrade hat ein klares Ziel vor Augen: Teilnahme an der U19-EM in der Schweiz vom nächsten Juni. Am liebsten gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Marcia. «Das wäre ein riesiger Erfolg für uns beide und auch für jene Leute, die uns auf unserem Weg unterstützt haben.»

Doch zunächst steht für beide der Alltag in der NLB auf dem Programm. Lydia beim FC Zürich Frauen, Marcia beim FC St.Gallen-Staad. Am 17. Februar kommt es zum Familienduell. «Das ist speziell und wird ein Highlight», ist Andrade voller Vorfreude.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.