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FUSSBALL: Endlich wieder eine Spielzeit ohne Absteiger?

Die ersten Mannschaften der Werdenberger Clubs zeichneten sich in den letzten zehn Jahren durch Unbeständigkeit aus, was die Ligazugehörigkeit betrifft. Deshalb ist es fraglich, ob Ende Saison 2017/18 der Status quo erreicht wird.
Duell Trübbach gegen Grabs: Abstiegssorgen oder geruhsame Saison im Mittelfeld? (Bild: Robert Kucera)

Duell Trübbach gegen Grabs: Abstiegssorgen oder geruhsame Saison im Mittelfeld? (Bild: Robert Kucera)

Neun Aufsteigern stehen zehn Absteiger gegenüber. Statistisch gesehen ist die Bilanz so gut wie ausgeglichen und wenig besorgnis­erregend. Doch der Schein trügt. Dem Werdenberger Fussball ging es auch schon besser. Der Aufstieg des FC Buchs in die 2. Liga interregional kaschiert viel. Erst einmal in diesem Jahrtausend ist es vorgekommen, dass die 3. Liga ohne Werdenberger Mannschaft über die Bühne ging. Doch in ­jener Saison 2006/07 spielten zwei Teams in der 2. Liga. Die zweitbeste Mannschaft Werdenbergs spielt heuer in der 4. Liga, wo sich fünf der sechs Fanionteams befinden – die beiden höchsten regionalen Ligen sind aus Werdenberger Sicht verwaist.

Schlimmer geht’s nimmer. Oder etwa doch? Seit der FC Haag 2006/07 in die 4. Liga aufgestiegen ist, spielte keine erste Mannschaft mehr in der untersten Liga. Diese Tatsache nährt die Hoffnung, dass es wieder mal eine Saison ohne Werdenberger Absteiger gibt. Doch die Unbeständigkeit der Ligazugehörigkeit der Fanionteams hatte in den letzten sieben Saisons System: Seit der Saison 2010/11 gab es immer mindestens einen lokalen Ab­steiger, wobei es jeden Fussballclub mindestens einmal traf. Es darf also gezittert werden, zumal die Punktereserve des schlechtesten Werdenberger Teams auf einen 5.-Liga-Abstiegsplatz zuletzt arg schmolz. In den acht ­Saisons von 2007/08 bis 2014/15 betrug der Vorsprung durchschnittlich 19 Punkte. 2015/16 entging der FC Grabs dem Abstieg um vier Punkte, letzte ­Saison der FC Trübbach und der FC Grabs um zwei, respektive drei Zähler.

Vier von zehn Aufsteigern stiegen gleich wieder ab

Dass die Abstiegsserie nach sieben Saison reisst, ist folglich keineswegs sicher. Auch wenn sich die 4.-Liga-Teams schadlos halten, ist ein Werdenberger Absteiger im möglichen Bereich. Wie gut sich der FC Buchs in der 2. Liga interregional schlägt, steht derweil noch in den Sternen. Als selbstverständlich darf man den Ligaerhalt nicht ansehen. Vier der letzten zehn Aufsteiger der 2. Liga Gruppe 1 (FC Glarus, FC Schaan, FC St. Margrethen, FC Arbon 05) schafften den Sprung unter die besten elf Teams nicht. Es gibt auch positive Beispiele: Der FC Widnau stieg erst in seiner siebten Saison ab, der FC Mels in seiner fünften. Eines haben aber alle Aufsteiger gemeinsam: Früher oder später stiegen sie ab und mischten wieder im regionalen Fussball mit. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Der FC Balzers stieg 2004 in die 2. Liga inter­regional auf, 2011 sogar in die 1. Liga classic.

Im Schnitt ist der Werden­berger Fussball auf einer Talfahrt. Doch die sechs Teams ­verstehen es bestens, sich wieder aufzurappeln, einen ersten Rang anzuvisieren und aufzusteigen. In den letzten zehn Saisons ­gelang dies jedem Team mindestens einmal. 3.-Liga-Absteiger FC Sevelen und der FC Gams, letzte Saison Zweiter hinter dem übermächtigen FC Triesenberg, werden in der 4. Liga Gruppe 3 mehr als nur ein Wort um den Aufstieg mitreden. Und wenn zwei sich streiten, gibt es mit dem FC Haag vielleicht einen ­lachenden Dritten.

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

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