FUSSBALL: Die Ligaerhalthoffnung lebt weiter

Der FC Sevelen hat am Pfingstmontag erfolgreich gegen den Abstieg in die 4. Liga gekämpft. Im Duell der Tabellennachbarn resultierte ein 3:2-Sieg über den FC Uznach Ib, nun kommt es zum spannenden Fernduell.

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Spielertrainer Fabio Pettineo (links) und Emsal Aliji feiern gemeinsam das 2:0 und durften auch nach dem Spiel jubeln. (Bild: Robert Kucera)

Spielertrainer Fabio Pettineo (links) und Emsal Aliji feiern gemeinsam das 2:0 und durften auch nach dem Spiel jubeln. (Bild: Robert Kucera)

«Ich habe zunächst gedacht, dass dies mal ein ruhiger Nachmittag wird», sagt Sevelens Spielertrainer Fabio Pettineo nach der gewonnenen Partie gegen Uznach. Die Art, wie sein Team auftrat war das eine, die wieder gewonnene Sicherheit im Abschluss das andere. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit führte Sevelen in diesem wichtigen Spiel – bei einem Unentschieden stünde der Abstieg in die 4. Liga fest – mit 3:0. «Endlich haben wir so Fussball gespielt, wie wir es uns Woche für Woche vornehmen», so Pettineo. Was danach folgte, war dann die bittere Realität, die sich auch Woche für Woche wiederholt: Das Team versteht es immer wieder, einen Vorteil aus der Hand zu geben, bringt sich mit Fehlern, Nachlässigkeiten und Dummheiten immer wieder in Schwierigkeiten.

Mit der ersten Aktion nach dem 3:0 gelang Uznach der erste Treffer, die Seveler befanden sich nach dem Anspiel wohl immer noch in Feierlaune. Schlimmer noch: Beim Gezanke mit dem Gegenspieler, wer den nun den Ball aus dem Tor holen und zur Mitte bringen darf, sieht der Seveler Luan Isufi erst rot – im Anschluss den Karton derselben Farbe vom Schiedsrichter. Der abstiegsgefährdete FC Sevelen hat so seinem direkten Rivalen neues Leben eingehaucht. Doch mehr als einen zweiten Treffer brachten die Gäste in den verbleibenden 66 Minuten nicht mehr zustande. Es war augenscheinlich, weshalb Uznach im Abstiegskampf involviert ist. Doch das Seveler Spiel mit einem Mann weniger verdient Respekt – das Heimteam war über weite Strecken dieser Phase ebenbürtig und kämpfte vorbildlich.

Nach vier Niederlagen in Folge kann der FC Sevelen endlich wieder mal Punkte einfahren. Mit einer erstaunlichen Parallele zum letzten Sieg gegen Triesen: Auch da gab es einen Platzverweis in der ersten Halbzeit. «Vielleicht sollten wir dem Schiedsrichter sagen, dass wir nur zu zehnt in die Partie steigen», zeigt Pettineo, dass er im Abstiegskampf den Humor behalten hat. Um gleich wieder festzuhalten, dass es ein hartes Stück Arbeit war, den Sieg gegen Uznach ins Trockene zu bringen. «Spielt man mit einem Mann weniger, muss man mehr laufen, das kostet Kraft.» Von Vorteil ist es also, in der letzten Meisterschaftsrunde keine rote Karte zu erhalten. Bei Absteiger Bonaduz muss Sevelen einen Punkte mehr holen als im Fernduell Uznach Ib zu Hause gegen Triesen. «Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir drei Punkte holen. Wir gehen wieder miteinander, das Feuer ist da. Das Motto ist: Gegen Bonaduz siegen und dann schauen wir, ob es gereicht hat oder nicht.»

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Sevelen – Uznach Ib 3:2 (3:1)

Schild. – 100 Zuschauer. – Sr. Zimmermann.

Tore: 10. Aliji 1:0. 19. Pettineo 2:0. 23. Hercod 3:0 (Foulpenalty). 24. Helbling 3:1. 68. Helbling 3:2.

FC Sevelen: Velduan Isufi; Sven Sturzenegger, Eggenberger, Fazlija, Luan Isufi; Hercod, Yildiz, Remo Sturzenegger, Ismaili; Aliji, Pettineo. – weitere eingesetzte Spieler: Rohner, Elduan Isufi, Veliji.

Bemerkungen: Verwarnungen: 21. Hüppi, 38. Pettineo, 54. Kuster, 90. (+3) Rizzo. – 24. rote Karte Luan Isufi.