FUSSBALL: Aufwärtstendenz beim FC Sevelen

Mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 10:2 klopft der letztjährige 3.-Liga-Absteiger heftig an die Tür der Verfolgergruppe hinter Leader Glarus. Neo-Trainer Lucas Eberle sieht aber noch viel Luft nach oben.

Robert Kucera
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Elduan Isufi trifft in der 11. Minute zum 3:1 für Sevelen, Trübbachs Torhüter Ives Ziegler blickt ungläubig hinterher. (Bild: Robert Kucera)

Elduan Isufi trifft in der 11. Minute zum 3:1 für Sevelen, Trübbachs Torhüter Ives Ziegler blickt ungläubig hinterher. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

«Durchzogen», nennt Sevelens Spielertrainer Lucas Eberle das Fazit für die fünf Meisterschaftsspiele in der Saison 2017/18. Der Aufstiegsaspirant hat bereits zwei Niederlagen auf dem Konto, besonders jene gegen Buchs II liegt Eberle schwer im Magen. «In vier Minuten erhielten wir drei Gegentore. Das war bitter und enttäuschend.» Gegen Glarus, betont der Trainer, dürfe man zwar verlieren. Doch liest man in seinem Zitat «Wir haben einen rabenschwarzen Tag eingezogen» zwischen den Zeilen, so steht fest, dass Sevelen durchaus in der Lage wäre, dem Leader nicht nur Paroli zu bieten, sondern ihn auch zu bezwingen. Immerhin: Mit zwei Siegen in Folge ist beim FC Sevelen ein Aufwärtstrend auszumachen, auch wenn noch nicht alles wunschgemäss läuft. «Wir müssen uns weiter verbessern», fordert Eberle.

Auch im Meisterschaftsspiel von Dienstagabend gegen den FC Trübbach sah der Trainer einige Mängel. «Was mich gestört hat, war, dass wir drei, vier gute Möglichkeiten nach Eigenfehlern zugelassen haben. An dem sind wir eigentlich am Arbeiten.» Positiv wertet er, dass man Fussball gespielt habe, Chancen kreiert und nach der Pause eine Reaktion gezeigt habe. Aus einer zu knappen 3:2-Halbzeitführung machte der FC Sevelen im Anschluss einen komfortablen 6:2-Sieg. Matchwinner mit drei Toren war Elduan Isufi.

Junge Trübbacher suchen nach der Konstanz

Auf der anderen Seite der Gefühlsskala befand sich nach dem Spiel Sevelen gegen Trübbach der Gasttrainer. Besonders der Start in die Partie hat Ranko Telic gar nicht gefallen. Diesen habe man seiner Ansicht nach verschlafen. Nach 67 Sekunden hiess es 1:0, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich folgten die Gegentore zwei (8.) und drei (11.). «Für eine junge Mannschaft ist es schwer, unter solchen Umständen zurückzukommen», und er gibt zu: «Sevelen war klar besser.» Es war Trübbachs erste Saisonniederlage. Trainer Telic ist mit den Resultaten und der Anzahl ergatterter Punkte in dieser Saison dennoch zufrieden. Auch weil er viele abwesende Spieler zu beklagen hat. Ausserdem sei sein Team jung und noch sehr unerfahren. «Die Konstanz zu halten, ist schwer», hat er in den bisherigen Meisterschaftsspielen festgestellt. «Man muss Geduld haben mit den jungen Spielern», mahnt der Trainer, auch wenn es sich um die erste Mannschaft des FC Trübbach handelt, an welche die Erwartungshaltung jeweils gross ist.

«Jungs freuen sich ungemein auf jedes Derby»

Auch vor dem nächsten Spiel, auswärts beim FC Weesen II, will Telic die eigenen Ansprüche auf tiefem Niveau halten. «Wir haben gegen Sevelen weitere zwei Spieler durch Verletzungen verloren», klagt er über den knappen Personalbestand. Am Sonntagmorgen, so orakelt er, werde ein schweres Spiel anstehen, die Teams begegnen sich auf Augenhöhe. «Alles ist möglich», sagt Ranko Telic zum Ausgang der Partie, wobei er hofft, dass nach ausgeglichenem Spiel das Wettkampfglück auf Trübbacher Seite fällt. Ein weiteres Heimspiel trägt der FC Sevelen aus – und erneut wird es ein Derby sein. «Die Jungs freuen sich ungemein auf jedes Derby», sagt Lucas Eberle. Die Mannschaft ist von den zwei Siegen in Folge beflügelt und will gegen den FC Gams die nächsten drei Punkte einfahren.