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FUSSBALL: Abschied aus der 3. Liga mit einem Debakel

Um den Abstieg zu verhindern, hätte der FC Sevelen siegen, der FC Uznach Ib verlieren müssen. Doch es kam umgekehrt: Uznach rettete sich mit einem Sieg, Sevelen blamierte sich mit einem 2:6 beim Tabellenletzten.
Fassungslos und enttäuscht: Die Seveler müssen in den sauren Abstiegsapfel beissen. (Bild: Robert Kucera)

Fassungslos und enttäuscht: Die Seveler müssen in den sauren Abstiegsapfel beissen. (Bild: Robert Kucera)

«Wenn man absteigt, fühlt man sich nie gut. Es herrscht eine Leere», beschreibt Sevelens Spielertrainer Fabio Pettineo sein Innerstes. «Eigentlich könnte man weinen», sagt Captain Remo Sturzenegger. Dass man sich nicht mehr retten konnte und nun den schweren Gang in die 4. Liga antreten muss ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Art und Weise, wie der FC Sevelen das letzte Saisonspiel bestritt und verlor, ist enttäuschend.

Dabei hat alles so gut angefangen: In der 5. Minute bringt Binjamin Ismaili Sevelen in Front. Doch was dann folgt, ist schier unfassbar. Bis zur 50. Minute gerät Sevelen mit 1:3 in Rückstand – alle drei Treffer fielen nach Eckbällen. Zwar bringt Elduan Isufi nur eine Minute später seine Farben wieder auf 2:3 heran. Doch nur fünf Zeigerumdrehungen später ist der 2-Tore-Rückstand wieder Tatsache. Es passt ins Bild, dass wiederum nur eine Minute vergeht, Torschütze Isufi zu einem Foulpenalty antreten darf, aber am Bonaduzer Goalie Manuel Willi scheitert. Am Ende resultiert ein 2:6.

Begeht man beim FC Sevelen Ursachenforschung, ist es Zeitverschwendung, taktische oder spielerische Mängel zu suchen. «Man muss sich nicht wundern, dass man da unten drinsteckt, wenn man so undiszipliniert und unorganisiert ist», sagt Pettineo. Sein Captain ist sogar der Meinung, dass man sich diese Saison wegen einiger disziplinloser Aktionen der Mitspieler schämen musste. Mehr noch: «Heute war der wichtigste Match der Saison und unser Torhüter ist einfach nicht gekommen. Das kann ich nicht ernst nehmen. Und heute ruft jeder zweite schon nach 25 Minuten, dass er ausgewechselt werden wolle.» Konditionelle Probleme beim FC Sevelen? «Das ist alles nur Kopfsache.» Trainer Pettineo bestätigt, dass diese Saison Charakterköpfe gefehlt haben. «Früher hatten wir diese Probleme nicht», erinnert er sich. Da waren die Tugenden des FC Sevelen auch Kampf, Leidenschaft und ein guter Zusammenhalt.

«Diese Qualitäten müssen wieder her», so Sturzenegger. «Ein Umbruch ist bitter nötig», sagt er weiter und verspricht sich viel davon, dass nächste Saison ein neuer Trainer, der das Team nicht kennt und somit jeder Spieler bei «null»beginnen kann, die erste Mannschaft übernimmt. «Ich glaube, dass es für einen Verein wie den FC Sevelen nicht wichtig ist, ob man in der 3. oder 4. Liga spielt, sondern dass man Freude hat, miteinander Fussball zu spielen. Auf nächstes Jahr müssen wir wieder das Mannschaftsgefüge zustande bringen, dann haben wir wieder Spass am Fussball», schliesst der Captain.

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

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