«Für uns ändert sich nichts»

Für Fahrer von Feuerwehr-Grossfahrzeugen gilt eine verschärfte Alkoholpromillegrenze von 0,1. Sie soll nun auf 0,5 angehoben werden. Für die Feuerwehren in der W&O-Region gilt eh die Regel «kein Alkohol».

Thomas Schwizer
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Für Pikettfahrer der Stützpunktfeuerwehr Buchs (Bild) gilt wie jene der Feuerwehr Gams generell eine 0,0-Promille-Regelung. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Für Pikettfahrer der Stützpunktfeuerwehr Buchs (Bild) gilt wie jene der Feuerwehr Gams generell eine 0,0-Promille-Regelung. (Bild: Hansruedi Rohrer)

REGION. Seit 2014 dürfen Fahrer von Tanklöschfahrzeugen und Rüstfahrzeugen der Feuerwehren höchstens 0,1 Promille Alkohol im Blut haben, wenn sie am Steuer des Grossfahrzeuges sitzen. Diese Neuerung erntete Kritik aus Feuerwehrkreisen in der Schweiz. Wenn ein Fahrer unversehens von einer Feier in den Einsatz gerufen werde und dort ein Gläschen Wein getrunken habe, laufe er Gefahr, gegen das Gesetz zu verstossen, wurde argumentiert.

Offensichtlich wurde dies gehört, denn das Bundesamt für Strassen will den Alkoholgrenzwert für diese Fahrer wieder auf maximal 0,5 Promille anheben. Das gleiche soll auch für Personen von Zoll, Katastrophenschutz und Sanität gelten, die zum Zeitpunkt des Aufgebotes keinen Dienst haben.

Kaum ein Thema ist dieser «Promillestreit» bei den Feuerwehrkommandanten in der W&O-Region. Generell fänden sie die Heraufsetzung der Limite vernünftig, sagen der Buchser Feuerwehrkommandant Marcel Senn und sein Gamser Kollege Philipp Kaiser auf Anfrage.

Allerdings habe das in der Praxis für seine Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen keine Auswirkung, sagt Kaiser. Denn es gelte die klare Regelung, dass jene, die Pikettdienst leisten, keinen Alkohol trinken.

Sollte jemand ein Fest besuchen wollen, könne er den Pikettdienst mit einem Kollegen abtauschen, was in der Praxis auch gut funktioniere. ? LOKAL 5