«Für sein Alter sehr erfahren»

Dr. med. Johannes Erhardt, der neue Chefarzt Orthopädie der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, stammt aus Bayern, arbeitet aber bereits seit elf Jahren am Kantonsspital St. Gallen.

Hanspeter Thurnherr
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Dr. Diego De Lorenzi (links) und Stefan Lichtensteiger (rechts) stellen den neuen Chefarzt Orthopädie, Dr. Johannes Erhardt, den Medien vor. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Dr. Diego De Lorenzi (links) und Stefan Lichtensteiger (rechts) stellen den neuen Chefarzt Orthopädie, Dr. Johannes Erhardt, den Medien vor. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

REBSTEIN. «Wir konnten mit Dr. Erhardt einen ausgezeichneten und für sein Alter sehr erfahrenen Mediziner für die Chefarztstelle in der Orthopädie gewinnen», sagte Stefan Lichtensteiger, CEO der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SR RWS). Durch seine Tätigkeit am Kantonsspital St. Gallen kenne der 39-Jährige die Region und deren drei Spitäler Grabs, Altstätten und Walenstadt bereits sehr gut. Gleichzeitig sei durch seine bisherige Tätigkeit eine enge Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital sichergestellt.

Auf verschiedenen Kontinenten

Dr. Erhardt stammt aus dem bayrischen Regensburg. Nach seinem Medizinstudium in Deutschland, den USA und Ungarn war er als Assistenzarzt und als Oberarzt in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am Kantonsspital St. Gallen tätig. Einen Teil seiner Weiterbildung mit Vertiefung im Bereich Unfallchirurgie absolvierte er in Perth, Westaustralien. Seit 2012 ist er am Kantonsspital stellvertretender Teamleiter Hüftchirurgie, nachdem er im Jahr davor interimsweise die Teamleitung Endoprothetik übernommen hatte. Seit 2013 ist Erhardt zudem Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich.

Wie Dr. med. Diego De Lorenzi, Chefarzt Chirurgie und Leiter des Departements Chirurgie & Orthopädie der SR RWS, sagte, soll mit dem neuen Chefarzt Orthopädie vor allem die Endoprothetik – und hier insbesondere die minimalinvasive Operationstechnik – forciert werden (siehe Frontseite).

Umkämpfter Markt

Dieser Bereich habe sich in den letzten Jahren mit guten Ergebnissen weiterentwickelt. Dank der neuen Intensivstation in Grabs kann auch der Bereich Wechseloperationen ausgebaut werden. Der Ersatz von alten Implantaten ist je nach Gesundheitszustand oder Nebenerkrankungen des Patienten auf eine Absicherung durch die Intensivstation angewiesen. Das Spital Grabs soll deshalb in diesem Bereich zum regionalen Zentrum ausgebaut werden.

Die Verantwortlichen der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland sind sich bewusst, dass die Orthopädie ein umkämpfter Markt ist. Die drei Spitäler Grabs, Altstätten und Walenstadt werden von zwei Kliniken in der Region herausgefordert: der Klinik Gut in Chur, welche in Fläsch eine neue Klinik baut (siehe Zweittext), sowie einer ebenfalls im Bau befindlichen Klinik in Bendern, die 2017 eröffnet werden soll.

«Mit der neuen Ausrichtung überwinden wir die vorher standortbezogene, fragmentierte Struktur. Mit Johannes Erhardt und seinem Team erhält die Orthopädie über alle Standorte hinweg ein Gesicht», sagt Stefan Lichtensteiger. Er zeigt sich überzeugt, dass die Orthopädie unserer Spitalregion den Herausforderungen gut gerüstet entgegentreten kann.