Für Recyclingkunst ausgezeichnet

110 Kunstwerke sind am Kreativ-Wettbewerb Recyclingkunst aus Metallverpackungen eingereicht worden. Eine Jury mit dem Künstler Rolf Knie als Präsident hat sie bewertet. Zwei Kunstwerke von Grabser Kindern gingen als Sieger hervor.

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David Schlegel mit seinem Kunstwerk «Überefahre». (Bilder: pd)

David Schlegel mit seinem Kunstwerk «Überefahre». (Bilder: pd)

GRABS/RAPPERSWIL. Schwingerkranz, Alpabzug, Fromage zum Anbeissen, Böögg, Rigugägl, Alphorn-Spielerin, Tell recycelt sind nur einige der 110 Kunstwerke, die zur 17. Austragung des Kreativ-Wettbewerbs Recyclingkunst aus Metallverpackungen eingegangen sind. Schweizer Traditionen lautete das Thema und so zeigen die Wettbewerbssujets Bräuche und Traditionen in farbenfroher Vielfalt und gestalterisch toll ausgeschmückten Einzelheiten auf.

Jurypräsident und Künstler Rolf Knie kürte an der Preisverleihung vom 6. September in Knies Kinderzoo mit seinem Jurorenteam 35 Kunstwerke in vier verschiedenen Kategorien zu Siegern. Ein 36. Kunstwerk erhielt einen Sonderpreis der Nespresso SA.

Zwei Preise zur Familie Schlegel

Mit dem Kunstwerk «Jasmins Geischäsli mit Blüemli» von Samuel und Jasmin Schlegel und dem Kunstwerk «Überefahre» von David Schlegel gehen aus dem nationalen Wettbewerb gleich zwei Preise nach Grabs zur Familie Schlegel. Sie gewannen in der Kategorie Kinder, Gruppen, und Jugendliche, Einzel, und konnten von Jurypräsident Rolf Knie Bargeld im Wert von 350 Franken und ein Goldvreneli im Wert von circa 250 Franken in Empfang nehmen.

Jährlicher Contest

Der von der Igora-Genossenschaft für Aluminium Recycling und Ferro Recycling jährlich organisierte Contest ist vor allem bei Kindern, Jugendlichen und Lehrpersonen, aber auch bei erwachsenen Hobbykünstlern beliebt. Neu sind neben gebrauchten Aluminiumverpackungen auch Stahlblechdosen zum Gestalten zugelassen.

Der Kreativ-Wettbewerb soll Hobbykünstler fördern und gleichzeitig auf spielerische Art ins Bewusstsein rufen, dass Gebrauchtes nicht weggeworfen werden soll, sondern immer wieder zu neuem Leben erweckt wird. «Im Zeitalter der Wegwerfmentalität ist es sinnvoll, gebrauchte Metallverpackungen einerseits zu sammeln und dem Recycling zuzuführen. Andererseits ist der Ansporn bei kreativen Fans jeden Alters gross, dem Gebrauchten durch eigenes Gestalten wieder neues Leben zu schenken», so Markus Tavernier, Geschäftsleiter der Igora-Genossenschaft und von Ferro Recycling an der Preisverleihung. Die kreative Auseinandersetzung mit Gebrauchtem sensibilisiert die kleinen und grossen Künstler zu einem sparsameren Umgang mit unseren Ressourcen, ist auch Jurypräsident Rolf Knie überzeugt. Zudem ist das Gestalten mit Metall ein Erlebnis für alle Sinne und fördert den Austausch und das Zusammenspiel zwischen den Generationen.

Erlös für Pro-Infirmis-Fonds

Zehn der Kunstwerke gingen nach der Preisverleihung in die öffentliche Versteigerung. Der Erlös von 15 200 Franken fliesst in den Pro-Infirmis-Fonds «Gemeinsam für behinderte Kinder». Die Lancierung des 18. Kreativ-Wettbewerbs Recyclingkunst aus Metallverpackungen startet wiederum im November. Das Thema wird dann veröffentlicht. (pd)

Jasmin und Samuel Schlegel mit Jurypräsident Rolf Knie und ihrem Recylingkunstwerk. (Bild: GIAN EHRENZELLER (PHOTOPRESS))

Jasmin und Samuel Schlegel mit Jurypräsident Rolf Knie und ihrem Recylingkunstwerk. (Bild: GIAN EHRENZELLER (PHOTOPRESS))

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