Für eine Zeitlang ausgewichen

Liechtensteiner Kehrichtfahrzeuge fahren nur 40 km/h. Ihren Weg zur KVA in Buchs fuhren sie in den vergangenen Monaten auf der Schweizer Seite des Rheins – und verärgerten damit einige.

Corinne Hanselmann
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Die Liechtensteiner Kehrichtautos dürfen höchstens 40 km/h fahren. Das hat Vor- und Nachteile. (Bild: Corinne Hanselmann)

Die Liechtensteiner Kehrichtautos dürfen höchstens 40 km/h fahren. Das hat Vor- und Nachteile. (Bild: Corinne Hanselmann)

REGION. Es passiert meistens, wenn man sonst schon spät dran ist: Auf einer 80er-Strecke zwischen den Werdenberger Dörfern wird man plötzlich von einem langsam vor sich hin tuckernden Traktor aufgehalten. Wenn sich nicht gleich eine gute Gelegenheit zum Überholen ergibt, verliert man dadurch rasch ein paar Minuten. Doch nicht nur landwirtschaftliche Fahrzeuge, auch Kehrichtautos sind teilweise nur mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs.

Dafür gibt es einige gute Gründe, sagt Jürgen Beck, Geschäftsführer der Entsorgungsprofi – Max Beck AG in Vaduz, die in allen Liechtensteiner Gemeinden den Abfall sammelt und dies mit auf 40 Stundenkilometer gedrosselten Kehrichtfahrzeugen macht.

Dem Verkehr ausweichen

Seine Fahrzeuge waren es auch, die den einen oder anderen Autofahrer im Werdenberg in den vergangenen Monaten etwas verärgerten, als sie auf der Schweizer Seite des Rheins in Richtung Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Buchs fuhren. «Das war nur in einer Übergangsphase der Fall», sagt Beck. Es liegt nämlich auch im Interesse von ihm und seinen Mitarbeitenden, Hauptverkehrsachsen und Stosszeiten so gut als möglich auszuweichen. Ausserdem sollen möglichst keine Fahrten mit leeren Fahrzeugen erfolgen. Aus diesem Grund mussten die komplexen Routenpläne seit der Fahrzeugumstellung vor einem Jahr nach und nach angepasst und optimiert werden. «In der Übergangsphase mussten meine Fahrer gelegentlich auf die Strassen in der Schweiz ausweichen, um zur KVA zu gelangen», gibt Beck zu. Doch das sei nicht oft der Fall.

Nur noch in Notfällen

Die Umstellungsphase sei nun abgeschlossen. «Normalerweise fahren die Liechtensteiner Kehrichtfahrzeuge in Schaan über die Rheinbrücke und dann via Langäulistrasse auf direktem Wege zur KVA», erklärt Beck. Nur in Notfällen, zum Beispiel bei Unfällen oder Staus, könne es vorkommen, dass andere Wege in die Schweiz gewählt werden. ? DIE DRITTE