Für die Flora hat der Frühling bereits jetzt begonnen

REGION. Die Frühlingsboten des Jahres 2014 sind in Rekordzeit im Werdenberg angekommen. Winterling, Frühlingskrokus, Märzenglöcklein, Gänseblümchen, Bergenie und Stinkende Nieswurz stehen im Werdenberg in Blütenpracht, schreibt Botaniker Walter Kolb gegenüber dem W & O.

Alexandra Gächter
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REGION. Die Frühlingsboten des Jahres 2014 sind in Rekordzeit im Werdenberg angekommen. Winterling, Frühlingskrokus, Märzenglöcklein, Gänseblümchen, Bergenie und Stinkende Nieswurz stehen im Werdenberg in Blütenpracht, schreibt Botaniker Walter Kolb gegenüber dem W & O. Das milde Januarwetter habe viele Pflanzen aus dem Schlaf geholt. Nicht nur Blumen werden durch die milden Temperaturen eingeladen, ihre Blütenpracht zu entfalten, auch Baum- und Getreidesorten sind weiter entwickelt, als in anderen Jahren. «Überall sieht man nun Knospen und Blüten», sagt Daniel Keusch von der Blumen Keusch AG.

Tulpen stossen heraus

Viele dieser Knospen seien grösser und saftiger, verglichen mit vergangenem Jahr und würden wohl nächstens aufspringen. «Auch die Tulpen stiessen bereits einige Zentimeter aus dem Boden.» Bleibt das Wetter mild, steht also der phänologische Frühling bald in ganzer Pracht vor der Haustüre.

Temperatursturz schadet

Ein entscheidender Nachteil habe der warme Winter jedoch: «Die Gefahr besteht, dass es einen Temperatursturz gibt», so Keusch. In so einem Fall können verschiedene Pflanzen, die bereits ausgetrieben haben, eingehen. Grundsätzlich sei es natürlich so, dass einheimische Pflanzen weniger heikel seien, da sie Temperaturschwankungen gewohnt sind.

«Einige Kunden bringen uns über den Winter ihre kälteempfindlichen Pflanzen», so Keusch. Diesen Winter haben sie trotz der warmen Temperaturen aber nicht weniger Pflanzen erhalten. «Die Kunden wissen ja nicht im voraus, wie der Winter wird. Und wenn sie ihre Pflanzen wirklich gern haben, gehen sie kein Risiko ein.» • DIE DRITTE

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