«Für die Collagen verwendet wird, was klebt und hält»

BUCHS. Der Grabser Nikolai Stolz stellt am 29. August im Buchser Museümli aus. Und setzt sich dabei keine Grenzen. Seine Werke sind schrill, bunt und lebensfroh. Genau wie er.

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Nikolai Stolz stellt am Samstag im Museümli seine Kunst aus. (Bild: pd)

Nikolai Stolz stellt am Samstag im Museümli seine Kunst aus. (Bild: pd)

BUCHS. Der Grabser Nikolai Stolz stellt am 29. August im Buchser Museümli aus. Und setzt sich dabei keine Grenzen. Seine Werke sind schrill, bunt und lebensfroh. Genau wie er.

«Meine Werke sind Freestyle»

Wann wird einer eigentlich ein Künstler? Wenn er zum ersten Mal ausstellt? Ein Werk verkauft? Oder wird einer gar kein Künstler, sondern ist längst einer, bevor er es selbst erkennt? Etwa dann, wenn er sich als Kind in die magischen Farben Schwedens verliebt? Wenn er Farben, Muster, Formen aufsaugt wie ein Schwamm, seine Welt in Beats und Rhythmen taucht wie ein Fischer seine Rute ins klare Wasser und aus einem inneren Gefühl heraus Werke schafft, die seine eigene, ganz individuelle Handschrift tragen? Wenn ja, dann ist Nikolai Stolz einer davon. Der Grabser und Sohn eines Kunstexperten bereitet sich derzeit auf seine erste Ausstellung im Museümli vor. «Ich bin nicht der Typ fürs Detail, meine Werke sind Freestyle, knallig, poppig, bunt», sagt Stolz. Obwohl er selbst bei der Entstehung des kleinen Kunstmuseums im Buchser Quartier Altendorf dabei war, dauerte es fast vier Jahre, bis er das ehemalige Generatorenhäuschen mit seiner Kunst beseelen würde.

Nebst Musik auch das Visuelle

Seine Patchwork-Collagen entstehen oft am Boden, im Staub. Dann wird geklebt, gesprayt, getextet, gemalt und gemixt. Als Inspiration dient ein Plattencover, ein Plakat, ein Wort, ein Song vielleicht. «Früher gab es für mich fast nur die Musik», sagt Stolz, auch bekannt als Teil des Duos «Hack & Nick», welches im Dezember 2013 das erste Album «Groove Pilots» herausgab und mit seinem Electropop längst über die Region hinaus Bekanntheit erlangte. «Heute gehören für mich die Musik und das Visuelle absolut zusammen.» Seiner Faszination für Pop Art bleibt Stolz, der mit den verschiedensten Materialien experimentiert, stets treu. «Ich setze mir keine Grenzen, alles, was klebt und hält, wird verwendet.»