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«Fühle mich sehr wohl hier»

In der ersten Mannschaft des FC Buchs hält sich Stjepan Vuleta nicht etwa fit, um schon bald den grossen Sprung zurück ins Profigeschäft zu machen. Solche Gedanken hat er derzeit nicht. Fussball spielen – das ist es, was er nun vor allem will.
Robert Kucera
Stjepan Vuleta (vorne im blauen Shirt) trainiert und spielt seit dieser Saison beim Zweitligisten FC Buchs. (Bild: Robert Kucera)

Stjepan Vuleta (vorne im blauen Shirt) trainiert und spielt seit dieser Saison beim Zweitligisten FC Buchs. (Bild: Robert Kucera)

«2. Liga…», sinniert Stjepan Vuleta, «das ist schon tief unten, wenn man sieht, woher ich komme.» Beim FC Basel ausgebildet und darauf vorbereitet, die Fussballwelt im Sturm zu erobern, hat seine Profi-Karriere in seiner Zeit bei Wacker Innsbruck eine unerfreuliche Wendung genommen.

In der linken Achillessehne ereignet sich eine Ruptur mit einer so genannten Überknöcherung. «Der Knochen war viel zu gross und hat immer Schwierigkeiten gemacht, weil er auf die Achillessehne gedrückt hat», erklärt Vuleta. In Innsbruck, so beschreibt er, habe man sofort eine Risiko-Operation durchgeführt. «Diese verlief gut – aber dann traten wieder Schmerzen auf.» Nach einer zweiten Operation in der Schweiz musste er seine Profi-Karriere begraben.

Fussball geniesst hohe Bedeutung

«Die Belastung eines zweimaligen Trainings pro Tag hält mein Fuss nicht mehr aus», bedauert der bald 23jährige Stürmer. Im Alltag und als Hobbyfussballer stellt die schwere Verletzung keine Behinderung mehr dar. «Ich bin froh, dass die lange Verletzungsphase mit der Achillessehne vorbei ist und ich wieder Fussball spielen kann. Denn Fussball ist ein Teil meines Lebens und bedeutet mir sehr viel. Man merkt erst, was einem bedeutet, wenn man es nicht mehr hat oder wenn man es ein, zwei Jahre nicht mehr ausüben konnte.» Komplett aufhören war indes nie eine Option. «Ich habe viel Zeit investiert», blickt er zurück, «und viele schöne Momente erlebt. Ich hoffe, es kommen noch ein paar schöne dazu.»

Weniger schön war die Heimkehr ins Werdenberg. «Das war hart. Denn mit 14 Jahren bin ich von daheim weggezogen und ich weiss, was ich damals für Träume hatte.» Da hilft es natürlich, dass sein Stammverein FC Buchs ein familiärer Club ist und Vuleta in der ersten Mannschaft auf alte Weggefährten trifft. «Im Team gefällt's mir super, es sind alle ungefähr im selben Alter. Ich fühle mich sehr wohl hier», sagt der Rückkehrer.

Von Wehmut über das Ende seiner Profi-Laufbahn ist nichts spüren. «Alles hat sein Positives», ergänzt er. So hat er im Werdenberg die Liebe gefunden die sich, wie Stjepan Vuleta mutmasst, im Fussballprofi-Alltag nicht ergäben hätte.

Begnadet, aber zu verletzungsanfällig

Seit zwei Monaten arbeitet er in Balzers als Sachbearbeiter Einkauf. Er hat sich bewusst dafür entschieden, schon jetzt, in jungen Jahren, eine berufliche Karriere zu lancieren. «So kann ich die eine oder andere Weiterbildung machen und bin mit 30 Jahren weiter, als wenn ich es als Profi in einer unteren Liga doch noch versuchen würde und mit 30 oder 35 Jahren bei null beginnen müsste.» Bei einem anderen Verein in einer höheren Liga zu spielen, schliesst Vuleta nicht gänzlich aus. «Man weiss nie, was kommt. Aber momentan bin ich weit weg vom Profifussball.» Gegen den bezahlten Fussball spricht vor allem eines: «Ich bin sehr verletzungsanfällig. Es wird auch in Zukunft so sein, dass ich gut zu meinem Körper schauen muss.»

Dass er beim FC Buchs erst vier Partien bestritt, hatte zu Saisonbeginn noch berufliche Gründe. «Die letzten zwei Spiele habe ich aber wegen einem muskulären Problem im Oberschenkel verpasst.» Mit seinen Einsätzen ist Vuleta zufrieden. «Es lief gut, dann kam leider die blöde Verletzung.» Zwei Spiele in Folge, so analysiert er, waren wohl für den zu wenig trainierten Oberschenkel des Guten zu viel. «Doch das geht schnell vorbei», signalisiert der Stürmer, dass man ihn schon bald auf der Rheinau in Aktion erleben darf.

Ehemalige Weggefährten wieder vereint: Kevin Rohrer und Stjepan Vuleta haben schon zu Juniorenzeiten den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten gelehrt. (Bilder: Robert Kucera)

Ehemalige Weggefährten wieder vereint: Kevin Rohrer und Stjepan Vuleta haben schon zu Juniorenzeiten den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten gelehrt. (Bilder: Robert Kucera)

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