FSME-Impfung empfohlen

Liechtenstein und das Sarganserland sind FSME-Risikogebiete. Eine Impfung gegen die durch Zecken übertragbare Hirnhautentzündung wird deshalb empfohlen. Auch für Werdenberger.

Alexandra Gächter
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Mit unbedeckten Waden durchs hohe Gras oder durch den Wald zu gehen, empfiehlt sich in den Borreliose-Risikogebieten nicht. (Bild: Coralie Wenger)

Mit unbedeckten Waden durchs hohe Gras oder durch den Wald zu gehen, empfiehlt sich in den Borreliose-Risikogebieten nicht. (Bild: Coralie Wenger)

REGION. Frühling, Sommer und Herbst ist Zeckenzeit. Zecken, welche sich gerne im hohen Gras oder im Unterholz aufhalten, kommen in der Schweiz in allen Gebieten unterhalb 1500 Metern über Meer vor, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Das Werdenberg und ein Teil des Obertoggenburgs wird jedoch nicht nur von Zecken besiedelt, das BAG teilt diese Regionen gar als Borreliose-Risikogebiete ein (siehe Grafik auf Seite 3). Grundlage für diese Einteilung seien Untersuchungen und Fallmeldungen an das BAG.

Keine Fälle in Werdenberg

Gegen die Borreliose gäbe es keine Impfung, wohl aber gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Entzündung der Hirnhaut und des Gehirns. Diese Krankheit wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Liechtenstein und Sarganserland werden vom BAG als Risikogebiete für FSME eingestuft. Das Werdenberg und das Obertoggenburg sind keine FSME-Risikogebiete (siehe Grafik auf Seite 3). Das liege daran, dass in der Region Werdenberg und Obertoggenburg keine vermehrten Fälle von FSME beobachtet wurden. Es lägen auch keine entsprechenden Befunde bei Zecken vor. Trotzdem empfiehlt das BAG nicht nur Liechtensteinern und Sarganserländern, sich gegen FSME zu impfen zu lassen, sondern auch den Werdenbergern und Obertoggenburgern. «Sofern sie sich in ihrer Arbeits- oder Freizeit in Liechtenstein oder im Sarganserland aufhalten», so das BAG.

Babesiose ist auch übertragbar

Eine weitere, eher unbekannte Krankheit, welche Zecken übertragen ist die Babesiose. Diese könne beim Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwer verlaufen. Auch Hunde können an Babesiose erkranken und daran sterben. • DIE DRITTE