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FRÜMSEN: Von Fotogramm bis Scannografie

Der pensionierte BZB-Fachlehrer und passionierte Fotograf Sepp Köppel aus Gams zeigt in der Rathaus-Galerie der Gemeinde Sennwald einige Arbeiten ganz spezieller Herstellungsart.
Hansruedi Rohrer
Sepp Köppel stellt in der Rathaus-Galerie in Frümsen aus, hier Hortensienblüten in einer Dunkelkammerarbeit. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Sepp Köppel stellt in der Rathaus-Galerie in Frümsen aus, hier Hortensienblüten in einer Dunkelkammerarbeit. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Hansruedi Rohrer

redaktion@wundo.ch

Fotografische Arbeiten ohne Fotoapparat: gibt es denn das? Sepp Köppel aus Gams sagt dazu ohne Augenzwinkern ja, und er beweist dies auch an einer Ausstellung im Rathaus Frümsen. Und zwar mit Silbergelatineabzügen als Kopierarbeiten in der Dunkelkammer – welche zwangsläufig Unikate sind – sowie mit Scannografie-Pigmentdrucken.

Alle Bilder zeigen Naturmotive wie Ulmensamen, Zaunwicke, Goldhafer, Akelei, Hortensie, Birnbaumblatt. An der Vernissage vom Donnerstagabend erklärte der gebürtige Widnauer, wie die farbigen und schwarzweissen Fotoarbeiten entstanden. Da seien einmal die Fotogramme, bei denen Gegenstände auf das Fotopapier gelegt und belichtet werden. In einem weiteren Verfahren habe er halbtransparente Dinge, wie Blütenblätter, in die Negativbühne des Vergrösserers gelegt und kopiert oder das Fotopapier mit Blättern und Blüten belegt, an die Sonne gelegt und lediglich noch fixiert (ohne Papierentwicklung) und gewässert am Schluss.

«Fötele ist nicht gleich fotografieren»

Die dritte Variante zeigt Werke im digitalen Bereich: da belegte Sepp Köppel den Scanner zum Beispiel mit Rebenranken und druckte das so entstandene Bild aus. Man müsse sich aber bei all diesen Arbeiten auch mit der Bildgestaltung auseinandersetzen, sagte der Künstler, der während seiner Berufszeit auch Fotografie unterrichtete. Und er betonte, dass in den Bildern eine Botschaft stecke. «Fötele ist nicht gleich fotografieren», meinte er und ermunterte die Anwesenden, doch mehr auf die Schönheiten der Natur zu achten. «Schaut zum Beispiel einen Grashalm an und mäht doch euren Rasen nicht zu oft.» Damit wies er auf die Biodiversität hin, die es wieder vermehrt zu pflegen bedarf. An der Ausstellung ist ausserdem ein Pigmentdruck aus dem gemeinsam mit der Buchser Lyrikerin Elsbeth Maag hergestellten Buch «Von der Durchlässigkeit» zu sehen.

Auch der Sennwalder Gemeindepräsident Peter Kindler freute sich einmal mehr an der Ausstellung im Rathaus. Seit rund 20 Jahren stelle man diese Plattform den Künstlern zur Verfügung. «Wir machen das gerne und freuen uns damit auch auf Begegnungen mit den Besuchenden der Ausstellungsgalerie», sagte er.

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