FRÜMSEN: Neue Gondel ist auf der Staubern eingetroffen

Am Mittwoch fuhr erstmals eine der beiden neuen Gondeln den Berg hoch. Ab dem 13. November wird mit dem Rückbau der alten Staubernbahn begonnen.

Heini Schwendener
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Daniel Lüchinger vor der neuen Bergstation mit der noch verhüllten Gondel. Über allem thront die Staubernkanzel. (Bild: Heini Schwendener)

Daniel Lüchinger vor der neuen Bergstation mit der noch verhüllten Gondel. Über allem thront die Staubernkanzel. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Glücksgefühle habe er empfunden, als die neue Gondel, verhüllt mit einer Geschenkverpackung samt neckischem Schleifchen, am Mittwoch erstmals im Schritttempo in die neue Bergstation der Staubernbahn eingefahren sei, sagt Daniel Lüchinger. Fünf Millionen Franken investiert der Staubernwirt in die neue Bahn, die die alte in allen Teilen ersetzt.

Mit der ersten Bergfahrt am Mittwoch wird nun eine neue Phase der Bauarbeiten eingeläutet. Das Projekt, für das Anfang Juni 2016 alle notwendigen Bewilligungen vorlagen, kommt nun langsam auf die Zielgerade. Damals hatte Daniel Lüchinger in Aussicht gestellt, dass die neue Bahn im Sommer 2017 in Betrieb gehen werde, wenn alles nach Plan verlaufe.

Fotovoltaik-Panels und Testfahren

Darüber, was inzwischen offenbar nicht nach Plan verlief, mag sich Lüchinger nicht in der Öffentlichkeit äussern. Viel lieber blickt er nach vorne in Erwartung des ­Wochenendes vom 6. bis 8. April 2018. Dann nämlich wird «Die Neue», wie es auf der Geschenkverpackung der Gondel heisst, feierlich eingeweiht. Bis dahin gibt es allerdings noch einiges zu tun. Gemäss dem Bauherrn wird nun der Stromanschluss ­definitiv fertiggestellt. Und auch die Panels für die Fotovoltaik­anlage der mit Sonnenkraft betriebenen Bergbahn müssen noch montiert werden. Am ausgeklügelten Energiekonzept der einzigartigen neuen Bahn hat übrigens auch die Interstaatliche Hochschule für Technik NTB Buchs mitgewirkt.

Während der Ausbau der Talstation vorangetrieben wird, beginnen nun auch verschiedene Testfahrten. Schritt um Schritt wird die neue Staubernbahn auf die Abnahme durch die zustän­digen Behörden vorbereitet. Daniel Lüchinger hofft, dass die Bewilligung zur Inbetriebnahme rechtzeitig vorliegt, damit die Bahn über Weihnachten kurz in Betrieb genommen werden kann.

Für die alte Staubernbahn, deren Berg- und Talstation sowie die Stützen schlagen schon bald die letzten Stunden. «Wenn das Wetter mitspielt», so Daniel Lüchinger, «wird mit dem Rückbau der alten Bahn am 13. November begonnen. Der einzige Bahnzubringer vom Rheintal in den Alpstein verdoppelt durch den Neubau seine Kapazität. Denn «Die Neue» fährt viel schneller und in der Gondel haben acht statt bisher sechs Personen Platz. 3