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FRÜMSEN: Aufforstungsprojekt auf gutem Weg

Seit 1990 wird im Gebiet Saxer Underalp–Staubernfirst–Hoher Kasten an einem Verbauungsprojekt gebaut. Es ist zum Vorzeigeobjekt geworden. Jährlich wird bei einer Begehung über den aktuellen Stand informiert.
Corinne Hanselmann
Interessiert folgten die Behördenvertreter den Ausführungen des Projektverantwortlichen Hans Tinner. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Interessiert folgten die Behördenvertreter den Ausführungen des Projektverantwortlichen Hans Tinner. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Corinne Hanselmann

corinne.hanselmann@wundo.ch

Flink klettern Mitarbeiter der Forstgemeinschaft Sennwald (FOG) an den steilen Hängen zwischen Dreibeinböcken herum. Sie verschaffen den in Vorjahren gepflanzten Bäumen nach dem Winter wieder Licht, damit diese besser wachsen und in einigen Jahren einen Schutz gegen Lawinen bieten können. «Für diese Arbeiten brauchen wir Leute die sich in diesem Gelände bewegen können», sagt FOG-Betriebsleiter Hans Tinner, der seit Start des Aufforstungsprojekts vor 27 Jahren mit von der Partie ist. «Doch nach ein bis zwei Wochen bewegen sich jeweils auch unsere Lehrlinge wie eine Gämse am Berg.»

Gemeindepräsident Peter Kindler begrüsste die Vertreter der politischen Gemeinde, der Wald- und Alpbesitzer, des Forstdienstes, der Naturschutzgruppe, der beiden Sennwalder Jagd­gesellschaften, der Forstgemeinschaft und des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung Weissfluhjoch-Davos im Berggasthaus Staubern. Während der Grossteil mit der Seilbahn auf den Berg kam, nahmen Kindler und einige andere den Weg frühmorgens unter die Wanderschuhe.

Der Wald soll die Schutzfunktion übernehmen

Hans Tinner führte die Gruppe dem Grat entlang. Er zeigte verschiedene Bereiche der Schutzverbauungen, wies auf die unterschiedlich weit entwickelten Pflanzen hin und erklärte, wie die Verbauungen entstehen. Die Dreibeinböcke, von denen im Projektgebiet in den 27 Jahren etwa 7000 Stück entstanden sind, werden aus Kastanienholz gebaut. Per Helikopter wird das Holz und das sonstige Material ein- bis zweimal jährlich ins Berggebiet geflogen. Danach ist alles Handarbeit. Im vergangenen Jahr wurden 180 Böcke neu erstellt. Unter diesen werden in den ­kommenden Wochen rund 400 Pflanzen gesetzt.

Im laufenden Jahr werden noch einmal 60 bis 70 Dreibeinböcke gebaut. Dies sind die letzten geplanten bautechnischen Massnahmen. Danach werden sich die Arbeiten auf den Unterhalt beschränken. «Irgendwann wird der herangewachsene Wald die Funktion der Böcke übernehmen», so Tinner. Doch das braucht noch Zeit.

Getragen wird das Projekt vom Bund, vom Kanton und von der Gemeinde Sennwald. 2016 betrugen die Investitionen rund 130000 Franken. Allein die Instandhaltung kostet jährlich etwa 80000 bis 100000 Franken.

Zum Schluss bedankte sich Peter Kindler bei Othmar Gubser, Forstwart-Vorarbeiter, und Hans Tinner für ihre unermüdliche Arbeit, die sie seit 30 Jahren für das Aufforstungsprojekt leisten.

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