Freiwillige pflegen den Wald zu einem Mischwald

GRABS. In der letzten und in dieser Woche haben Freiwillige des Bergwaldprojektes sich in den Wäldern rund um den Voralpsee dafür eingesetzt, dass sie besser durchmischt werden. Seit 2003 ist das Bergwaldprojekt in diesem Gebiet aktiv.

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Freiwillige des Bergwaldprojektes bauen im Gebiet des Grabser Voralpsees einen Einzelschutz für eine Weisstanne. Schon seit Jahren ist das Bergwaldprojekt hier aktiv. (Bild: pd)

Freiwillige des Bergwaldprojektes bauen im Gebiet des Grabser Voralpsees einen Einzelschutz für eine Weisstanne. Schon seit Jahren ist das Bergwaldprojekt hier aktiv. (Bild: pd)

GRABS. In der letzten und in dieser Woche haben Freiwillige des Bergwaldprojektes sich in den Wäldern rund um den Voralpsee dafür eingesetzt, dass sie besser durchmischt werden. Seit 2003 ist das Bergwaldprojekt in diesem Gebiet aktiv.

Im Rahmen der beiden Bergwaldprojektwochen im Raum Grabs haben die Freiwilligen in den letzten Tagen unter anderem Buchen, Bergahorn oder Weisstannen gepflanzt, mehrere 1000 kleine Bäumchen wurden plaziert. Die 17 Freiwilligen der ersten und die zwölf der zweiten Projektwoche sind unter forstlicher Anleitung bei jedem Wetter raus in den Bergwald, um die dortigen praktisch reinen Fichtenwälder zu Mischwäldern zu machen.

Jahrelange Geduld

Allerdings reicht eine Pflanzung bei weitem nicht aus, um den gewünschten Mischwald zu erreichen. Es braucht auch Schutz über mehrere Jahre für die kleinen Bäume. Insbesondere bei den wichtigen Weisstannen muss jedes Exemplar mit einem eigenen Zaun vor Wildverbiss versehen werden. Denn ihre Knospen sind für das in dieser Region reichlich vorkommende Wild ein Leckerbissen.

Die freiwilligen Männer und Frauen des Bergwaldprojektes haben in den letzten Tagen motiviert gearbeitet, wie Projektleiter Michael Denfeld erklärt. Und dies auch bei strömendem Regen und kühlen Temperaturen. Es wurden nicht nur Pflanzungen gemacht und Zäune erstellt, sondern auch in den letzten Jahren gepflanzte Bäume freigeschnitten, so dass sie genügend Licht für eine gute Entwicklung erhalten. Oder Waldflächen geräumt, die der Wirbelsturm Vivian vor 25 Jahren getroffen hat.

Einblick in die Voralp

In jeder Bergwaldprojektwoche findet jeweils eine Wanderung statt. Die Freiwilligen erhalten dabei von einer forstlichen Fachperson viel zusätzliches Wissen über den Bergwald. Im Projekt Grabs bewegen sie sich an einem halben Tag durch die verschiedenen Wälder am Voralpsee, die von ihrer Durchmischung und von ihrer Altersklasse sehr unterschiedlich sind. Und es gibt auch eine eindrückliche Fläche zu sehen, die vom Sturm Vivian getroffen worden ist. Bei dieser wird gut sichtbar, was Aufbauarbeit über 25 Jahre bringt. Am Ende einer anstrengenden Woche im Gebiet des Voralpsees kehren die Freiwilligen mit einem grossen Rucksack voller Eindrücke, Erlebnisse und neuem Wissen zurück an ihre angestammte Arbeitsstelle, die sich in einem Büro, einer Werkstatt oder auch im Freien befindet. (pd)

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