Förderung von Buseinstiegen für Mobilitätsbehinderte

REGION/ST. GALLEN. Procap Sargans-Werdenberg hat mit der Organisation Procap St. Gallen-Appenzell eine Schwestersektion im restlichen Gebiet des Kantons. An deren GV vom 2. April in Wattwil sprach der Regierungspräsident über künftige Bus-Einstiege, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

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REGION/ST. GALLEN. Procap Sargans-Werdenberg hat mit der Organisation Procap St. Gallen-Appenzell eine Schwestersektion im restlichen Gebiet des Kantons. An deren GV vom 2. April in Wattwil sprach der Regierungspräsident über künftige Bus-Einstiege, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Der Wattwiler Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner lobte an der Generalversammlung die Zusammenarbeit mit der Bauberatung von Procap St. Gallen-Appenzell. Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth konnte mit der Neuigkeit aufwarten, dass der Kanton sich bei Bushaltestellen neu offiziell für die Kantenhöhe 23 Zentimeter einsetzt. Dies erlaubt Personen mit Gehbehinderung einen ebenen und damit selbständigen Zustieg zu den Bussen der öffentlichen Verkehrsbetriebe.

Lob von Benedikt Würth

Procap hatte sich für die neue Kantenhöhe seit langem eingesetzt. Bisher galt der Grundsatz 16 Zentimeter. Die Perronhöhe von 23 Zentimetern darf in Zukunft nur in begründeten Ausnahmefällen unterschritten werden. Benedikt Würth lobte an der Versammlung «das Fachwissen Ihrer Organisation im Baubereich, besonders auch im Bereich Hochbau.» Die Procap-Bauberatung prüft pro Jahr zwischen 350 und 400 Baugesuche auf ihre Hindernisfreiheit und Gesetzeskonformität.

Organisation noch lange nötig

«Ich hatte immer die Vision, dass Procap im Jahr 2030 überflüssig sein wird. Wenn ich die Sparpakete in Bund und Kantonen betrachte, wird es uns noch mindestens fünfzig Jahre brauchen», äusserte sich Hans Frei, Zentralpräsident von Procap Schweiz, skeptisch.

Procap packte 2015 neue Projekte an, darunter das Elternforum – ein halbtägiger Forums- und Informationsanlass für Eltern mit Kindern mit Handicap. Er findet am 28. Mai zum zweiten Mal in St. Gallen statt. Thema ist: «Geht mein Kind in die Regelschule oder in die Sonderschule? Weitere Informationen unter: www.procap-sga.ch.

Im Ständerat demnächst beraten wird, wie es der Mitteilung weiter heisst, die Motion von Nationalrätin Barbara Gysi für Gratisparkplätze für Personen mit Behinderung, eine Initiative zu der ebenfalls die Procap-Sektion St. Gallen-Appenzell anregte. (pd)

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