Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FLUMS: Bartholet stärkt Standort

Ein chinesischer Fonds hat eine Beteiligung am Seilbahnunternehmen Bartholet (BMF) übernommen. Er soll das Flumser Unternehmen beim Wachstum in Asien unterstützen.
Reto Vincenz

Reto Vincenz

redaktion@wundo.ch

Die chinesische «Cedarlake Private Equity Fund» hat gemäss verschiedenen Pressemitteilungen Beteiligungen am Seilbahnbauer Bartholet in Flums erworben. Wie CEO Roland Bartholet am Sonntag gegenüber dem «Sarganserländer» erklärte, habe das für den Betrieb in Flums aber keinerlei Auswirkungen. Der Standort werde durch den Bau einer neuen Produktionshalle im Jahr 2018 sogar gestärkt.

Der von Rantum Capital (Ran­tum Capital Management GmbH) beratene chinesische «Cedarlake Private Equity Fund I» beteiligt sich an der Flumser BMF-Gruppe. Primäres Ziel des Investments ist die Unterstützung der Expansion in China und Asien, wie es in einer Medienmitteilung von ­Rantum Capital heisst. Rantum Capital mit Sitz in Frankfurt beziehungsweise Cedarlake habe damit nach sieben Jahren die ­Investmentgesellschaft Argos ­Soditic als Private-Equity-Partner abgelöst, wie die BMF-Gruppe in einer Mitteilung auf ihrer Homepage bestätigt.

«Keinen Einfluss auf Flums»

Der von einigen Medien quasi als ein Verkauf von Bartholet nach China interpretierte Deal hat gemäss dem CEO der BMF-Gruppe, Roland Bartholet, keinerlei Auswirkungen auf den Standort Flums oder das Unternehmen selber. Am Aktionariat beziehungsweise an den Besitzeranteilen habe sich durch den Wechsel auf Investorenebene nichts verändert, so Bartholet. Er wird das Unternehmen in Flums weiterhin «als Präsident mit Einzelunterschrift» führen, wie er am Sonntag gegenüber dem «Sarganserländer» betonte.

Der Hauptsitz des Unternehmens bleibe in Flums und sei ungefährdet. Der Standort sei 2017 kontinuierlich gewachsen. «Wir haben in diesem Jahr bereits rund 40 neue Stellen geschaffen», so Bartholet. Ebenfalls wurden im Bereich der mechanischen Produktion sechs neue Bearbeitungszentren der neusten Generation mit Robotern installiert. 2018 wird in Flums zudem eine neue Leanfabrik des Kabinenbauers Gangloff Cabins AG gebaut.

Wachstum in Asien angestrebt

Der Einstieg von Cedarlake soll das Flumser Unternehmen nun bei seinen Wachstumsbemühungen in Asien unterstützen. Dort finden 2018 (Südkorea) und 2022 (China) nicht nur Olympische Winterspiele statt. Die chine­sische Regierung habe Pläne, Skifahren angesichts des zunehmenden Wohlstandsniveaus zum Volkssport zu entwickeln, heisst es seitens der BMF-Gruppe, die sich bereits Aufträge im Hinblick auf «Peking 2022» sichern ­konnte. Hinzu komme, dass sich die Märkte Asiens und Süd­amerikas verstärkt für den Einsatz urbaner Seilbahnsysteme als Alternative zu gängigen Verkehrsmitteln interessieren. Für Gondel- und Seilbahnsysteme sprächen neben vergleichsweise geringen Kosten bei hoher Umweltfreundlichkeit die Sicherheit und Leistungsfähigkeit, heisst es dazu. Auch könnten solche Bahnen sehr flexibel in die bestehende Städtearchitektur eingefügt werden. Auch hier hat das Flumser Unternehmen bereits Erfahrung. So baute man in Moskau eine Stadtbahn, welche die Passagiere vom Olympiastadion «Luschniki» zum höchsten Punkt der Stadt (Vorobyovy Gory) bringt. In Brest errichtete die BMF-Gruppe 2016 die erste urbane Seilbahn Frankreichs.

Mit dem Einstieg von Rantum Capital habe man einen ­finanzstarken und verlässlichen Partner gewonnen, «der uns in der Entwicklung unseres ­Geschäfts in Asien sowie dem weiteren Ausbau von urbanen Transportlösungen hervorragend unterstützen kann», so Roland Bartholet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.