Fleissige Dienstleister: Des einen Freud, des anderen Leid

REGION.

Doris Büchel
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REGION. Während sich die meisten von uns während der Festtage zurücklehnen, dem süssen Nichtstun frönen, freie Zeit geniessen und sich vom oft intensiven Jahres-Endspurt erholen, bedeuten die Tage rund um Weihnachten und Neujahr für viele – insbesondere die Dienstleister – Stress, Hektik und Druck pur. Coiffeure, Kosmetiker, Bäcker, Metzger – die Liste könnte beliebig erweitert werden –, sie alle können ein Lied davon singen. Denn: Um auch während der Feiertage den Betrieb aufrechtzuerhalten und der Kundschaft den bestmöglichen Service zu bieten, nehmen sie lange Arbeitszeiten in Kauf und stellen ihre eigenen, ganz persönlichen Bedürfnisse oft hinten an.

«Irgendwann ist Schluss»

«Irgendwann ist der Akku einfach leer», sagt beispielsweise Christa Brugger-Gabathuler von Intercoiffure Gabathuler in Buchs. Während sie und ihr Team am 24. Dezember und an Silvester noch bis in die Nachmittagsstunden Kundschaft bedienen, erledigt ihr Ehemann daheim die Weihnachtsvorbereitungen. «Manchmal hätte ich es schon gerne anders», gesteht sie, denn für ausgiebige Feiern sei sie nach langen Arbeitstagen schlicht zu müde. Währenddessen stellt sich Salvatore De Giorgio vom Volg in Räfis schon mal um 20 Uhr vor die Eingangstüre seines Ladens. «Irgendwann ist Schluss», sagt er und lacht. Denn: «So lange bei uns Licht brennt, so lange haben wir Kundschaft. Sei es nur für ein Päckli Zigaretten oder Brot.»

Mittlerweile gelassener

Marianne Müller, Inhaberin des Kosmetikinstituts Marianne in Buchs, nimmt es etwas gelassener: «Ich bin gerne für die Kundschaft da, auch an den Feiertagen. Aber an Weihnachten und Silvester ist am Mittag Schluss», sagt sie. • DIE DRITTE