Feuerwehr wird noch schlagkräftiger

Die Feuerwehr Rüthi-Lienz durfte am Samstag ihren neuen Mannschaftstransporter einweihen. Mit der Anschaffung des zusätzlichen Einsatzfahrzeuges sind die Rettungskräfte jetzt noch besser ausgerüstet.

Ralph Dietsche
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Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe und der Segnung durfte die Feuerwehr Rüthi-Lienz ihren neuen Mannschaftstransporter offiziell entgegennehmen. (Bild: Ralph Dietsche)

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe und der Segnung durfte die Feuerwehr Rüthi-Lienz ihren neuen Mannschaftstransporter offiziell entgegennehmen. (Bild: Ralph Dietsche)

RÜTHI. Die Unwetter vom Juni 2013 haben es gezeigt: Die Feuerwehr Rüthi-Lienz kam mit ihren Mitteln an die Grenze. Damals stand der Mannschaftstransporter während 48 Stunden im Dauereinsatz und hätte gleichzeitig an verschiedenen Orten sein sollen. Künftig sind die 45 freiwilligen Feuerwehrleute noch flexibler und schlagkräftiger. Dank der Unterstützung der Politischen Gemeinde, der Zustimmung der Bürgerschaft und des finanziellen Beitrags vom Amt für Feuerschutz konnte die Feuerwehr einen zweiten Mannschaftstransporter anschaffen. «Damit erhöhen wir unsere Leistung bei Einsätzen und Übungen, sind schneller und können mehr laden. Zudem wird die eigene Sicherheit der Feuerwehrangehörigen durch das neue Fahrzeug erhöht», freut sich Kommandant Gregor Arnold.

Freizeit opfern

Bei seiner Ansprache anlässlich der feierlichen Einweihung zeigte er auf, dass die Feuerwehr in jüngster Zeit neue Aufgaben erfüllen muss und sie vor neuen Herausforderungen steht. Nebst den Übungen leisten die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit pro Jahr durchschnittlich 20 Ernstfalleinsätze, welche rund 600 Mannstunden generieren.

Gemeindepräsident Thomas Ammann nutzte den feierlichen Moment, um den Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement zu danken: «Unsere Feuerwehr ist im Ernstfall zur Stelle. Das braucht nicht nur einen unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute, sondern auch das Verständnis ihrer Angehörigen und Arbeitgeber.» Der menschliche Einsatz alleine genüge allerdings nicht. Den Feuerwehren müssen auch die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden: «Nur so können unsere Helden wortwörtlich für uns durchs Feuer gehen.» Die Kosten für die Anschaffung und Ausrüstung des Fahrzeuges betragen 108 000 Franken gegenüber dem Budgetbetrag von 125 000 Franken.

Feierliche Übergabe

Dem Festakt wohnten nebst den Vertretern der Feuerwehr und den örtlichen Behörden auch Daniel Bischof vom Amt für Feuerschutz, der einheimische Kantonsratspräsident Markus Straub, Vertreter der Sterngarage und der Seelsorger Donat Haltiner bei. Er segnete den Mannschaftstransporter. Aus eigener Erfahrung weiss Haltiner, dass die Feuerwehr oft dann zum Einsatz kommt, wenn jemand alleine überfordert ist. Deshalb sei es wichtig, dass in solchen Situationen alle an demselben Strick ziehen und all das, was man selber nicht in der Hand hat, in die Hand Gottes legt.

Nach dem offiziellen Teil zeigten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und der Feuerwehr ihr Können und luden die Bevölkerung zum Tag des offenen Feuerwehrdepots ein.