Feuerprobe bravourös bestanden

Das Neujahrskonzert der Musikgesellschaft Oberschan und der Familienmusik Althaus trug die Handschrift des neuen Dirigenten Josef Althaus, und die Premiere mit Sologesang war die Krönung eines gelungenen Anlasses.

Heidy Beyeler
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Erntete riesigen Applaus: Die Musikgesellschaft Oberschan am Konzert zu Neujahr.

Erntete riesigen Applaus: Die Musikgesellschaft Oberschan am Konzert zu Neujahr.

OBERSCHAN. Vor einem Jahr trat Josef Althaus, gebürtiger Schweizer, aufgewachsen und wohnhaft in Fischen im Allgäu und in Buchs, als Dirigent in die Dienste der Musikgesellschaft Oberschan. Dafür musste er kurzfristig einen Intensivkurs als Dirigent absolvieren, weil er zuvor noch nie ein Orchester dirigiert hatte.

Ein Beifallssturm

Dass der an der Interstaatlichen Hochschule NTB tätige Dozent von Musik viel versteht, stellte er in der Kirche Oberschan am Sonntagabend unter Beweis, ebenso wie das Dirigieren. Das Publikum war begeistert und quittierte am Schluss des Konzertes die Beiträge der beiden Formationen – den Bläsern der MG Oberschan und den Streichern der Familienmusik Althaus – mit stehendem Beifallssturm.

Spezielles Repertoire

Der gemeinsame Auftritt der beiden Formationen war das Besondere an diesem Neujahrskonzert. Da wurden Werke von Komponisten der klassischen Musik wie Frédéric Chopin, Georg Friedrich Händel oder Niccolo Paganini sowohl von den Bläsern als auch von der Streicher-Gruppe vorgetragen. Dass sich die Musizisten aber den modernen Stücken von Elton John nicht verschliessen und Volksweisen sowie Stubete-Stücke und Lieder mit starkem Brauchtumscharakter engagiert präsentierten, zeigte die Offenheit und die Vielfältigkeiten der beiden Gruppen.

Es war gut zu spüren, dass sich die Musikgesellschaft Oberschan mit Josef Althaus auf einer Ebene gefunden haben. Auf einer Ebene, die beiden viel Freude bereitet. Was beiden gut bekommt und sicher in unsere alpenländische Region von den Menschen gerne angenommen wird, wie die Reaktionen des Publikums attestierte.

Neu unterwegs

Das Neujahrskonzert in der Kirche Oberschan hat viele Musikliebhaber angelockt und begeistert. So auch das Stück «Uf a Nui's» (Sprachweise: Oberallgäuer Dialekt) von Josef Althaus, der als Schweizer mit den Eltern seine Heimat im Allgäu gefunden hat. Mit diesem Stück wurden die Vortragenden dem Jahreskonzert inhaltlich mehr als gerecht.

Mit dem kulturellen Hintergrund wird Josef Althaus sicherlich vermehrt in Zukunft einen zusätzlichen Modus in die Musikgesellschaft Oberschan einbringen, der offensichtlich bei den Musikern der Musikgesellschaft Oberschan bereits gut angekommen ist. Sie haben am Sonntagabend ihren Part mit Bravour präsentiert, genauso wie die Familienmusik Althaus aus Fischen.

Und deshalb fand Präsident Paul Schlegel am Ende des Konzertes ebenfalls lobende Worte für das gelungene Neujahrskonzert, das seinen Ausklang draussen vor dem Kirchentor fand – bei einem kleinen Umtrunk.

Überzeugte am Neujahrskonzert restlos: Die begeisternde und vielseitige Familienmusik Althaus. (Bilder: Heidy Beyeler)

Überzeugte am Neujahrskonzert restlos: Die begeisternde und vielseitige Familienmusik Althaus. (Bilder: Heidy Beyeler)