Ferienzeit

Zum Sonntag

Peter Maier, Pfarreibeauftragter, Stein
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Wir stehen mitten in der Ferienzeit. Wir verbringen diese auf ganz verschiedene Weisen. Jemand macht am liebsten Balkonferien. Jemand unternimmt eine Reise und wieder jemand fährt ans Meer oder in die Berge. Einige gehen zelten mit der Familie oder sie machen eine Velotour. Dabei ist uns das Wichtigste, dass wir uns erholen vom Stress der Arbeit, dass wir vom Alltag ausruhen können und von den vielen Verpflichtungen. Wir wollen uns an Leib und Seele erholen. Vielleicht nimmt jemand dazu ein Buch mit.

Die Zeit der Ferien, in der wir ausruhen, kann auch eine Zeit sein, in der wir uns mit Fragen beschäftigen, zu denen wir sonst keine Zeit haben oder meinen, keine Zeit zu haben. Eine dieser Fragen ist jene nach unserer Herkunft, nach unserem Dasein und nach unserer ­Zukunft. Sind wir von Gott geschaffen, ja sogar geliebt? Kommen wir von ihm her, lebt er mit uns und ist er unser Ziel? Nicht nur der christliche Glaube sagt uns dazu Ja.

Dann könnte die Ferienzeit eine Zeit sein, Gott kennen zu lernen, indem ich über ihn nachdenke, einen Kirchen­besuch einplane, um still vor diesem Geheimnis zu sein, das uns erschaffen hat. Oder ich nehme die Bibel zur Hand und lese ein Evangelium abschnittsweise durch. Wenn ich schon im Glauben stehe, dann kann ich mir auch regelmässige Zeiten für Gott nehmen.

Zu den Ferien gehört natürlich nicht nur, über unser Dasein und über Gott zu meditieren. Zu ihr gehört auch, dass wir genügend Bewegung haben, wenn es uns möglich ist, dass wir gut essen, dass wir Gespräche haben, für die sonst keine Zeit ist und dass wir miteinander spielen. Auch zu gutem Schlaf ist die Ferienzeit wie geschaffen. So wünsche ich Ihnen eine erholsame Ferienzeit.

Peter Maier, Pfarreibeauftragter, Stein