Ferienjobs sind begehrt

Zahlreiche Schüler und Studenten geniessen zurzeit ihre Ferien. Doch nicht alle legen sich «auf die faule Haut» – einige bessern mit einem Ferienjob ihr Taschengeld auf.

Corinne Hanselmann
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Mit Ferienjob einen Zustupf verdienen oder doch lieber entspannen und die Ferien geniessen? (Bild: Hanspeter Schiess)

Mit Ferienjob einen Zustupf verdienen oder doch lieber entspannen und die Ferien geniessen? (Bild: Hanspeter Schiess)

REGION. Sorgfältig falzen die Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten Schachteln, verpacken Materialien in der Produktion, helfen auf dem Landwirtschaftsbetrieb, an der Kasse des Supermarkts oder putzen im Betagtenheim. Es gibt die unterschiedlichsten Ferienjobs in der W&O-Region. Doch sie sind begehrt, und es gehört auch etwas Glück dazu, einen zu bekommen – aber nicht nur.

Eigeninitiative ist gefragt

Längst sind sie vergeben, die Ferienjobs für diesen Sommer. Die Nachfrage ist wesentlich grösser als das Angebot. Ausgeschrieben werden müssen Ferienjobs für Schüler und Studenten kaum einmal. Die meisten werden durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht oder werden an Schüler vergeben, die Eigeninitiative zeigten und direkt angefragt oder eine Bewerbung geschickt haben. Dies zeigten die Anfragen des W&O bei verschiedenen Firmen in der Region. Und wenn ein Job erst einmal vergeben ist, nimmt der Schüler oder Student diesen möglicherweise auch in den kommenden Jahren gerne wieder an.

Dies bringt für beide Seiten Vorteile: Der Arbeitnehmer muss nicht mehr lange nach einem Job suchen und für den Arbeitgeber ist die Einarbeitung weniger aufwendig.

Jobs oder nicht – je nach Bedarf

Bei der VAT Vakumventile AG in Haag beispielsweise werden im Juli und August rund 25 Schüler beschäftigt. Sie werden vor allem in der Produktion eingesetzt und bleiben während mindestens zwei Wochen. Wie das Personalbüro auf Anfrage des W&O mitteilte, schicken die an einem Ferienjob Interessierten eine Bewerbung mit Motivationsschreiben. Vergeben werden die Jobs jeweils frühestens im Mai, weil erst dann der genaue Bedarf bekannt wird. Aktiv suchen müsse man auch bei der VAT Vakumventile AG nicht, denn die Anfragen seien zahlreich.

Der Coop Supermarkt in Haag hat in vergangenen Jahren auch schon Ferienjobs für Schüler zwischen etwa 16 und 20 Jahren angeboten. Sie helfen beispielsweise an der Kasse aus. Geschäftsführerin Judith Ammann erklärt: «Dieses Jahr haben wir keinen Bedarf an Ferienaushilfen, da alles mit eigenen Leuten gedeckt werden kann». Dies unterscheide sich von Jahr zu Jahr.

Ein Einblick für Studenten

«Wir bieten jeden Sommer etwa 30 Ferienjobs für Studenten an», erklärt Dennis Tschudin, Geschäftsführer der Sigma-Aldrich Chemie in Buchs. Es seien hauptsächlich Studierende naturwissenschaftlicher Bereiche. Für Chemie-Studenten sei die Tätigkeit bei der Sigma-Aldrich Chemie gleichzeitig ein Praktikum mit Einblick in die Berufswelt. «Die Studenten werden hauptsächlich in der Konfektionierung und in der Qualitätskontrolle eingesetzt», so Tschudin. Sie bleiben jeweils während vier bis acht Wochen und kommen zum Teil auch danach wieder.

Aktiv auf die Suche gehen

Keine Ferienjobs, dafür ganzjährige Nebenjobs für Studenten bietet die Migros in Buchs an. Geschäftsführer Andreas Bonelli sagt: «Wir beschäftigen während des ganzen Jahres einige Studenten, die flexibel an Wochenenden und zu Ferienzeiten zum Einsatz kommen». Es ist ihm ein Anliegen, dass nicht nur die Interessen seines Geschäftes, sondern auch diejenigen des Studenten gedeckt werden können und er nicht wegen seinem Nebenjob bei Schularbeiten in Bedrängnis kommt. Die rund 18- bis 24jährigen Studenten können sich durch die Arbeit an der Kasse oder im Laden einen Zustupf verdienen.

Die besten Chancen, einen Ferienjob zu finden, haben Schülerinnen und Schüler, welche aktiv auf die Suche gehen, direkt bei Firmen oder in ihrem Bekanntenkreis nachfragen oder auf gut Glück eine Bewerbung für einen Ferienjob schicken.