Fall Untereggen kommt vors Kantonsgericht

RORSCHACH. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft haben das Urteil des Kreisgerichtes Rorschach im Mordfall Untereggen weitergezogen. Ein 52jähriger Mann war im April wegen vorsätzlicher Tötung seiner Frau zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden.

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RORSCHACH. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft haben das Urteil des Kreisgerichtes Rorschach im Mordfall Untereggen weitergezogen. Ein 52jähriger Mann war im April wegen vorsätzlicher Tötung seiner Frau zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden.

Eigene Frau erdrosselt

Der Mann hatte im Dezember 2011 seine Frau, die sich von ihm trennen wollte, erdrosselt und die Leiche danach beim Wohnhaus in einem Schacht versteckt.

An der Verhandlung im April 2015 hatte die Verteidigung auf Totschlag mit einem Strafrahmen von bis zu 10 Jahren Gefängnis plädiert. Die Staatsanwaltschaft forderte hingegen eine Verurteilung wegen Mordes und eine Freiheitsstrafe von 17 Jahren.

Die vom Kreisgericht Rorschach ausgesprochenen 15 Jahre – das Urteil ist noch nicht rechtskräftig – bewegten sich «eher am oberen Rand», sagt der Verteidiger.

Weiterzug durch beide Seiten

Nun ziehen sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft das erstinstanzliche Urteil ans Kantonsgericht weiter. Ein Sprecher des Kreisgerichts Rorschach bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA einen entsprechenden Bericht des «St. Galler Tagblatts» vom Donnerstag. (sda/rw)