EZB beschliesst Strafzins

FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) erntet Kritik für ihre weiteren geldpolitischen Lockerungsübungen. Erstmals müssen Banken einen Strafzins zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parkieren, statt mit Krediten die Wirtschaft anzukurbeln. Der Strafzins beträgt 0,1 Prozent.

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FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) erntet Kritik für ihre weiteren geldpolitischen Lockerungsübungen. Erstmals müssen Banken einen Strafzins zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parkieren, statt mit Krediten die Wirtschaft anzukurbeln. Der Strafzins beträgt 0,1 Prozent. Zudem senken die Währungshüter im Kampf gegen Konjunkturflaute und drohende Deflation den Leitzins von 0,25 auf rekordtiefe 0,15 Prozent.

Der negative Einlagenzins ist umstritten: Ökonomen fürchten, die Banken könnten den Strafzins auf ihre Kunden abwälzen. Und in Deutschland orten Experten wegen der Tiefzinspolitik der EZB Gefahren für die Altersvorsorge. (wo) • WIRTSCHAFT 23

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