Exorbitant

Weiterhin Einsatz nach dem Erfolg Ausgabe vom 21. Oktober 2015

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Sehr geehrter Herr Schmid, ich verstehe Ihre Freude ganz bestimmt. Sie und Ihre Partei haben einen grossen Erfolg erzielt, das gilt es zu respektieren und anzuerkennen. Dies rechtfertigt es nicht, Unwahrheiten über andere Leute zu schreiben und diese schlechtzumachen.

Woher wissen Sie, wie viel Paul Rechsteiner verdient? Schreiben Sie es mir bitte, es würde mich wundernehmen, und noch fast wichtiger: Wissen Sie, wofür er seinen Verdienst verwendet? Für was für Ideale und für welche Leute hat er sich immer eingesetzt? Hat er sich und seine Zeit für seine «eigenen» Interessen eingesetzt? Was für Honorarrechnungen hat er wem gestellt bei seinem Einsatz für die Schwächeren in unserer Gesellschaft und für den Kanton St. Gallen? Ich verfolge die Politik schon seit 30 Jahren intensiv. Dass Paul Rechsteiner sich für seine «eigenen» Interessen eingesetzt hat, kann man ihm zuallerletzt vorwerfen. Und Hand aufs Herz, wie steht es diesbezüglich mit vielen Politikern und Politikerinnen? Nennen Sie mir einen einzigen Entscheid im Ständerat, bei dem sich Rechsteiner deutlich gegen die ureigenen Interessen des Kantons St. Gallen und dessen Bevölkerungsmehrheit eingesetzt hat!

Nur ein Beispiel: Allein der Kanton St. Gallen (Subventionierung Spitäler) und seine Bevölkerung (Prämien) hätte mehrere Millionen sparen können mit einer neuen Regelung für kostengünstigere Medikamente. Die gleichen Medikamente sind zurzeit im nahen Ausland bis zu zehnmal billiger als bei uns. Paul Rechsteiner hat diese Neuregelung befürwortet, die SVP-Fraktion hat sie abgelehnt. Warum?

Was in der Produktewerbung seit jeher verboten ist, betreibt Ihre Partei nach meiner Wahrnehmung seit Jahren mit viel, viel Geld und auch mit viel, viel Erfolg: Das systematische Schlechtmachen von anderen Leuten. Dies imponiert mir nicht trotz der riesigen Erfolge der vergangenen Jahre.

Philipp Schär, Neuengaden,

9472 Grabs