Exklusive Führung durchs Schloss

Der Museumsverband des Kantons St. Gallen lud in Werdenberg zur Hauptversammlung ein. Co-Präsident Urs Schärli appellierte an die Museen, die Inventarisierungssoftware «collectr» vermehrt zu nutzen.

Corinne Hanselmann
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Die Mitglieder des Museumsverbandes des Kantons St. Gallen spazieren durchs Städtli zum Schloss. (Bild: Corinne Hanselmann)

Die Mitglieder des Museumsverbandes des Kantons St. Gallen spazieren durchs Städtli zum Schloss. (Bild: Corinne Hanselmann)

WERDENBERG. Am Mittwochnachmittag trafen sich die Mitglieder des Museumsverbandes des Kantons St. Gallen (Musa) im Gasthof Rössli zur dritten Hauptversammlung. Co-Präsident Alois Ebneter begrüsste die rund 35 anwesenden Personen, darunter Vertreter 25 verschiedener Museen. Gesamthaft hat der Musa 60 Mitglieder.

Auch der Grabser Gemeindepräsident Rudolf Lippuner hiess die Mitglieder im Städtli Werdenberg herzlich willkommen und machte einen kurzen Exkurs in die Umbauzeit des Museums im Schloss Werdenberg: «Der Zeitpunkt für diese Versammlung ist sehr gut gewählt, wird doch in wenigen Wochen das Schloss neu eröffnet.» Es sei interessant gewesen, dieses Projekt mit archäologischer Begleitung zu meistern. «Dank kompetenter Handwerker konnte das Bauvorhaben ohne Schäden abgeschlossen werden.» Lippuner ist zusätzlich Stiftungsratspräsident der Stiftung Museum Schlangenhaus Werdenberg und Vizepräsident des Vereins Schloss Werdenberg.

60 000 Franken Beitrag

«Unsere Hauptaufgabe ist es, die Zusammenarbeit und Koordination der St. Galler Museen zu fördern», erklärte Ebneter, «wir sind dabei auf gutem Weg, aber noch nicht am Ziel.» Finanziert wird die Arbeit des Musa von Beiträgen aus dem Lotteriefonds, die über das Amt für Kultur des Kantons St. Gallen zugesprochen werden. Die Leistungsvereinbarung der ersten drei Jahre läuft nun ab, die nächste steht jedoch kurz vor Abschluss. Somit sind die Finanzen für zukünftige Projekte zugunsten der Museen gesichert. 60 000 Franken bekommt der Musa jährlich aus dem Lotteriefonds.

Das vom Vorstand für 2015 vorgeschlagene Budget hat die Versammlung gutgeheissen.

Das Traktandum Wahlen stand als nächstes auf dem Programm. Die Amtsdauer von drei Jahren ist erstmals abgelaufen. «Wir verstehen uns gut und treiben gemeinsam Ideen voran», beschreibt Ebneter die Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder. «Wir würden uns alle für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellen.» Mit Applaus wählten die Anwesenden den bisherigen Vorstand, bestehend aus Alois Ebneter und Urs Schärli (Co-Präsidenten) sowie Annemarie Engler-Jakober, Max Lemmenmeier und Achim Schäfer, wieder.

Vorstand vergrössert

Des weitern wurde Silke Schlör Schlickeiser (Montlingen) als zusätzliches Vorstandsmitglied vorgeschlagen und von der Versammlung gewählt. Sie ist seit 2009 Leiterin des Museums Rothus in Oberriet. «Somit ist nun auch das Oberrheintal im Vorstand vertreten», freut sich Ebneter. Revisorin Mirjam Untersee (Flawil) ist ebenfalls neu gewählt worden. Im Gegenzug hat der Vorstand Jolanda Deck-Scherrer (Ricken) mit Dank verabschiedet.

Appell an Museen

Schon vor der Verbandsgründung vor drei Jahren war klar, dass den Mitgliedsmuseen eine elektronische Inventarisierungssoftware zur Verfügung gestellt werden soll. Mit dem Programm «collectr» ist diese nun in einigen wenigen Museen im Einsatz. «Um die Finanzierung auch in Zukunft sicherzustellen, müssen unbedingt mehr Museen die Software einsetzen», appelliert Co-Präsident Urs Schärli an die Anwesenden und erklärt, wie einfach «collectr» einzurichten und anzuwenden sei.

Im Anschluss an die Versammlung spazierte die Gruppe, begleitet von Thomas Gnägi, Museumsleiter Schloss Werdenberg, durchs Städtli Werdenberg. Beim Schloss begrüsste sie Kurt Scheidegger, Geschäftsführer Schloss Werdenberg, zu einer exklusiven Führung – noch bevor das Museum offiziell wiedereröffnet wird.

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