Ex-Wegelin-Banker scheitert mit Rekurs

FRANKFURT. Ein ehemaliger Schweizer Kundenberater der im US-Steuerstreit untergegangenen Privatbank Wegelin ist mit seinem Rekurs in Deutschland gegen seine Auslieferung an die USA gescheitert. Das Oberlandesgericht in Frankfurt hat seine Anträge auf erneute Prüfung seines Falls abgelehnt.

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FRANKFURT. Ein ehemaliger Schweizer Kundenberater der im US-Steuerstreit untergegangenen Privatbank Wegelin ist mit seinem Rekurs in Deutschland gegen seine Auslieferung an die USA gescheitert. Das Oberlandesgericht in Frankfurt hat seine Anträge auf erneute Prüfung seines Falls abgelehnt. Das Gericht hatte im Oktober entschieden, dass der Ex-Banker von Deutschland an die USA ausgeliefert werden soll. Dagegen hatte der Schweizer Rekurs eingelegt. Dieser wurde nun abgelehnt, wie gestern nachmittag bekannt wurde. «Das Gericht hat am 22. Dezember den Antrag auf erneute Entscheidung über die Zulässigkeit der Auslieferung zurückgewiesen», sagte Gerichtssprecher Jens-Peter Kreiling der Nachrichtenagentur SDA.

Damit wird der Ex-Wegelin-Banker von Deutschland in die USA ausgeliefert, falls er nicht noch beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Beschwerde gegen das Frankfurter Urteil einlegt, wie Kreiling sagte. Der Mann befindet sich unter Auflagen weiterhin auf freiem Fuss. Die USA verdächtigen den Schweizer, reichen US-Bürgern bei Steuerhinterziehungen geholfen zu haben. Der ehemalige Banker war im Februar am Frankfurter Flughafen festgenommen und in Festhaltehaft gesetzt worden.

Mittlerweile ist der Mann gegen Kaution freigelassen. Der Ex-Banker wird gemäss früheren Angaben nun geladen, sich am Flughafen Frankfurt zu stellen und die Reise in die USA anzutreten. Falls er das nicht tut, wird er zur Fahndung ausgeschrieben. Die Kaution würde verfallen. Zuständig in den USA ist das Bundesgericht des südlichen Bezirks von New York, das einen Haftbefehl gegen den Ex-Banker erlassen hat. (sda)

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