Ex-Polizisten wehren sich gegen Waffenvorwurf

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St. Gallen Am Donnerstag mussten sich zwei ehemalige Beamte der St. Galler Kantonspolizei vor dem Kreisgericht St. Gallen verantworten. Ihnen wurde unter anderem Waffendiebstahl vorgeworfen. Das Urteil wird nächste Woche erwartet. Der eine Polizeibeamte organisierte für die Kantonspolizei Aktionen, bei denen Waffen zurückgegeben werden konnten. Ihm wurde in der Anklageschrift vorgeworfen, zwischen 2008 und 2012 zwei Waffen entwendet, sie verkauft und den Verkaufserlös für sich behalten zu haben. Weiter soll er als Privater aus einem Nachlass, für den das Amtsnotariat zuständig war, 64 Waffen gekauft und wieder verkauft haben. Dabei sei er weder im Besitz eines Waffenerwerbsscheins noch einer Händlerbewilligung gewesen.

Dem zweiten Beamten wurde die Entwendung verschiedener Gegenstände aus der Waffenkammer der Kantonspolizei zur Last gelegt. Dabei ging es um ein Diopter-Set und verschiedene Gegenstände wie leere Pistolenschachteln, Gewehrriemen oder ein Magazin für Karabiner. Da er zuerst aussagte, ein Arbeitskollege habe ihm das Diopter-Set übergeben, wurde er zudem wegen falscher Anschuldigung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft schickte den beiden freigestellten Polizeibeamten im Dezember 2016 Strafbefehle, gegen die sie Einsprache erhoben.

Die beiden Waffen stammten nicht aus den Rückgabeaktionen, wehrte sich der eine der beiden ehemaligen Polizisten vor Kreisgericht. Sie seien ihm von Kollegen zum Verkauf übergeben worden. (sda)