EVP setzt sich mit der ­Reformation auseinander

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Region Die EVP Werdenberg hat sich kürzlich mit dem Thema der Reformation auseinandergesetzt. Pfarrer Richard Aebi hat in einem Vortrag die Zeit der Reformation im Werdenberg veranschaulicht. Da die Glarner zu dieser Zeit die Herren im Werdenberg waren, wurde auch das Werdenberg als reformiert erklärt. Die Menschen damals waren sich gewohnt, zu tun, was die Obrigkeit von ihnen erwartete.

Die Gedanken und Schriften von Luther, zum Beispiel «Die Freiheit eines Christenmenschen» brachten eine neue Sichtweise. Luther sprach klar vom geist­lichen Menschen und davon, dass ein Mensch durch den ­Glauben an Gott, allein durch Gnade, ge­rettet wird und nicht durch Ablass­briefe oder Werke. Zwingli weitete die Gedanken der Freiheit auch politisch aus. Der Bauernaufstand in unserer Gegend wurde von den Freiheitsgedanken der Reformation genährt. Pfarrer Johannes Hösli von Sevelen unterstützte den Bauernaufstand. Die Glarner Landvögte duldeten dies nicht und liessen ihn gefangen nehmen. Durch die Reformation entstanden auch Trennungen. So ­sehen wir zum Beispiel gerade im Werdenberg, dass ein Dorf ­katholisch blieb und ein anderes evangelisch wurde, hält die EVP in einer Medien­mitteilung fest. Der Vortrag war sehr inspirierend selber darüber nachzudenken, was die Reformation brachte und was denn auch heute noch reformiert werden könnte.

Am Sonntag fand die kantonale Eröffnungsfeier 500 Jahre Reformation in St. Gallen statt. Im Laufe der nächsten Monate werden auch im Werdenberg ­einige Anlässe zum Reformationsjubiläum stattfinden. (pd)