«Es ist noch nichts beschlossen»

Stadtpräsident Daniel Gut hofft, dass die möglichen Massnahmen zur Verkehrsführung in Buchs, die kürzlich vorgestellt wurden, nun im Sinn einer Vernehmlassung breit diskutiert werden. Der Stadtrat nehme gerne Meinungen dazu auf.

Thomas Schwizer
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Entgegen ersten Infos, die Wirtschaft Buchs von der Gemeinde erhielt, soll der PW-Verkehr nicht durch die Volksgartenstrasse, sondern durch die Bäckergasse (Abzweiger im Bild nach links) von der Bahnhof- zur Grünaustrasse und dort im Gegenverkehr zur Churerstrasse geführt werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Entgegen ersten Infos, die Wirtschaft Buchs von der Gemeinde erhielt, soll der PW-Verkehr nicht durch die Volksgartenstrasse, sondern durch die Bäckergasse (Abzweiger im Bild nach links) von der Bahnhof- zur Grünaustrasse und dort im Gegenverkehr zur Churerstrasse geführt werden. (Bild: Thomas Schwizer)

BUCHS. Das Betriebs- und Gestaltungskonzept mit verschiedenen Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Verkehrsführung im Bereich Churer-/St. Gallerstrasse sowie Bahnhof- und Grünaustrasse eckt an. Zumindest bei Wirtschaft Buchs (siehe Titelseite).

«Erst in der Konzeptphase»

Der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut verweist darauf, dass das Konzept, das vor Wochenfrist am Wirtschaftsznüni vorgestellt worden ist (W&O vom 20. Januar), weder beschlossen noch genehmigt sei. «Wir sind erst in der Konzeptphase», betont er. Der Stadtrat stelle das vorgestellte Konzept zur Vernehmlassung. Es liege ein Entwurf auf dem Tisch, den man diskutieren könne und soll. «Wir saugen die Rückmeldungen gerne auf», so Gut. Meinungen und Ideen zur Verbesserung würden in die weitere Bearbeitung einfliessen. Eine Information und Diskussion für die Bevölkerung findet voraussichtlich am 5. April in der Aula Flös statt.

«Nichts ist in Stein gemeisselt», betont Daniel Gut. Das gelte auch für die aufgezeigte Führung der Autos auf die Grünaustrasse und von dort im Gegenverkehr bis zum geplanten Kreisel an der Churerstrasse. Gegenüber dem W&O sagte Gut gestern, dass entgegen den Ausführungen am Wirtschaftsznüni die Führung der Personenwagen von der Bahnhof- zur Grünaustrasse durch die Bäckergasse und nicht durch die Volksgartenstrasse erfolgen soll. Lastwagen und Busse würden laut dem Konzept sowieso weiterhin auf der Bahnhofstrasse bis zur Rathaus-Kreuzung verkehren. Der Stadtrat schaue sich gerne andere Möglichkeiten an, erachte es aber als seine Pflicht, für den prognostizierten Verkehrskollaps und die Unfallgefahr bei der Einmündung der Bahnhof- in die Churerstrasse Lösungen vorzubereiten.

Der Stadtrat wolle keinesfalls schrittweise die Bahnhofstrasse autofrei machen und zentrumsnahe Parkplätze aufheben, wie Kritiker es empfinden. «Das Einkaufszentrum ist und bleibt uns sehr wichtig», betont Gut.

«Zusammen weiterentwickeln»

Weiter unterstreicht der Stadtpräsident: «Der Rat will keine Konfrontation mit Wirtschaft Buchs, sondern im Gegenteil das vorliegende Konzept mit dessen Vertretern zusammen weiterentwickeln. Das wurde Wirtschaft Buchs unmittelbar nach dem Wirtschaftsznüni auch so angeboten.»

Bei der Erarbeitung eines Parkierungskonzeptes, in die Wirtschaft Buchs massgeblich einbezogen worden sei, habe man schon 2011 und 2012 erkannt, dass die Verkehrsknoten im Buchser Zentrum mittelfristig überlastet seien.

Vorausschauend überlegen

Deshalb habe der Stadtrat seine Verantwortung wahrgenommen und vorausschauend Lösungsansätze für die Zukunft überlegt, sagt der Stadtpräsident. Gerne schaue der Rat mit Wirtschaft Buchs das Konzept in kleinerem Kreis detaillierter an, um es intensiver zu diskutieren.

Das Betriebs- und Gestaltungskonzept wurde von kantonalen Stellen und der Kantonspolizei vorgeprüft. Gut begründet dies damit, dass es keinen Sinn mache, ein Konzept zu entwickeln und öffentlich zu diskutieren, das danach von den Zuständigen als nicht genehmigungsfähig erachtet werde.

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