«Es ist eine grosse Ehre»

Das Werdenberg stand für einmal im Fokus beim Anlass «Nacht des Ostschweizer Fussballs». Denn in der Kategorie «Bester Nachwuchstrainer» schwang Mike Kaufmann aus Gams obenaus.

Robert Kucera
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Stellt Trainer Mike Kaufmann eine Frage, gibt's kein Halten mehr – jeder Nachwuchskicker will unbedingt die richtige Antwort geben. (Bild: Robert Kucera)

Stellt Trainer Mike Kaufmann eine Frage, gibt's kein Halten mehr – jeder Nachwuchskicker will unbedingt die richtige Antwort geben. (Bild: Robert Kucera)

GAMS. Für Mike Kaufmann stellt die Auszeichnung «Bester Nachwuchstrainer» den ersten Titel seiner Trainerlaufbahn dar. Doch der 41-Jährige hebt deswegen nicht ab. «Es klingt wirklich sehr gut, und es ist eine grosse Ehre», sagt Kaufmann, der Stützpunkttrainer von FC St. Gallen Süd in Buchs für die Altersklasse FE11 ist.

Viel mehr freut er sich aber darüber, dass diese Ehrung ein Zeichen dafür ist, dass das Projekt Future Champs Ostschweiz (FCO) Randregionen wie das Werdenberg oder das Sarganserland wahrnimmt und dass die Arbeit geschätzt wird. Die Lorbeeren will der Nachwuchstrainer des Jahres nicht für sich behalten: «Es ist eine Auszeichnung für alle Vereine und alle Nachwuchstrainer der Region.»

Kaufmann war überrascht

Wie Kaufmann auf Anfrage zugibt, sei die Auszeichnung für ihn eine grosse Überraschung gewesen. Zumal es zahlreiche Trainer gäbe, die es aus seiner Sicht auch verdient hätten. «Ich trainiere einmal in der Woche, andere dreimal. Ich würde es einem Trainer gönnen, der mehr Zeit als ich investiert.» Dass aber etwas auf ihn zukommt, das hatte er schon vor dem Event des Ostschweizerischen Fussballverbands geahnt. Der Familienvater roch Lunte, als er die Einladung zur «Nacht des Ostschweizer Fussballs» erhielt und als das Fernsehen im Training ein Porträt über ihn machte.

Jungs weiterbringen

Im Gespräch mit Mike Kaufmann fällt eines sofort auf: Er ist lieber Ausbildner als Titelträger oder Trainer. «Ein Trainer muss aufs Resultat schauen und ist auf das fixiert. Als Ausbildner kann man sich darauf konzentrieren, die Jungs weiterzubringen.» Für ihn stellt es eine immense Befriedigung dar, wenn er sieht, wie gross die Fortschritte der Nachwuchskicker innerhalb eines Jahres sind.

Kaufmanns Freude, aber auch der Stolz, sei grösser, wenn ein ehemaliger Schützling den Sprung ins Super-League-Team des FC St. Gallen schaffen würde, als diese Ehrung zum besten Nachwuchstrainer. «Es ist spannend zurückzuschauen», sagt er, «man fragt sich, ob man schon im U11-Alter Sachen gesehen hat und wer aufgefallen ist.» Derzeit drückt er Boris Babic und dem Grabser Michael Scherrer kräftig die Daumen. • LOKALSPORT 37

Stellt Trainer Mike Kaufmann eine Frage, gibt's kein Halten mehr – jeder Nachwuchskicker will unbedingt die richtige Antwort geben. (Bild: Robert Kucera)

Stellt Trainer Mike Kaufmann eine Frage, gibt's kein Halten mehr – jeder Nachwuchskicker will unbedingt die richtige Antwort geben. (Bild: Robert Kucera)

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