«Es ist eine für alle positive Lösung»

Dass die verbliebenen Purpur-Erlen an der Buchser Bahnhofstrasse im Herbst ins Naturschutzgebiet Eselschwanz im vorarlbergischen Gaissau «umgesiedelt» werden sollen, finden sowohl Umweltfachleute als auch Politiker eine gute Sache.

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Dass die verbliebenen Purpur-Erlen an der Buchser Bahnhofstrasse im Herbst ins Naturschutzgebiet Eselschwanz im vorarlbergischen Gaissau «umgesiedelt» werden sollen, finden sowohl Umweltfachleute als auch Politiker eine gute Sache.

«Das ist eine für alle positive Lösung», sagt der Buchser Gemeinderat Ludwig Altenburger. Christiane Machold vom Umweltamt Vorarlberg pflichtet ihm bei: «Buchs spart Entsorgungskosten und wir müssen keine Bäume kaufen.»

Letztlich komme die Umpflanzung der Buchser Bäume in den Eselschwanz vor allem den Bibern zugute, so Machold. Wegen der Kosten von mehreren 10 000 Euro für den Kauf von rund 50 ausgewachsenen Bäumen hätte man wohl darauf verzichtet und stattdessen radikalere Massnahmen ins Auge fassen müssen, deutet sie an.

Bäume pflanzen statt Biber töten

Konkret hätten wohl einige der zahlreichen Biber im Naturschutzgebiet zwischen St. Margrethen und Gaissau getötet werden müssen. Ihre Population ist hier in den letzten fünf Jahren massiv angewachsen.

Wenn die Biber am Ufer des mit Gehölz bewachsenen kleinen Sees keine Nahrung mehr finden – es sind schon Biber auf der 500 Meter entfernten Autobahn überfahren worden – dann weichen sie in landwirtschaftliche Kulturen aus und schädigen dort Nutzholz. Das wiederum ruft nach Bekämpfungsmassnahmen.

WWF zahlt «Zügelkosten»

Auch der WWF Ostschweiz und der WWF Österreich beurteilen die Kooperation zwischen Buchs und dem Umweltamt Vorarlberg positiv. Sie sind gar bereit, die Kosten für den Transport der Buchser Purpur-Erlen in den Eselschwanz zu übernehmen.

Von der Idee angetan ist auch der Wildnispark Zürich am Langenberg. Hier leben heimische und ehemals heimische Tiere in naturnahen Anlagen. «Wir verschaffen den Besuchern spannende Begegnungen zwischen Mensch und Tier und fördern so das Verständnis für den Lebensraum dieser Tiere», heisst es dort. Deshalb war man auch gerne bereit, ein Biberpaar für die Informationsaktion von heute Dienstag in Buchs zur Verfügung zu stellen.

Übrigens: Dass die Purpur-Erlen im Winter Pollen verbreiten, stört am neuen Standort im Eselschwanz nicht. «Im Winter sind hier kaum Erholungsuchende zu finden», sagt dazu Christiane Machold. (ts)