Es gibt keine Luxusvariante

Je nach Infrastruktur zeigt eine Modellrechnung für die Erstellung eines natürlichen Badesees in Grabs Kosten von rund 1,2 bis 1,7 Mio. Franken. Auf eine engagierte Projektgruppe wartet nun einige Arbeit, bis es konkreter wird.

Thomas Schwizer
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Hat laut der Machbarkeitsabklärung als Standort für den Badesee derzeit die Nase vorne: Der Standort auf der Liegenschaft der Grabser Hallen-Genossenschaft bei der Tennishalle. (Bild: Ulf Zimmermann)

Hat laut der Machbarkeitsabklärung als Standort für den Badesee derzeit die Nase vorne: Der Standort auf der Liegenschaft der Grabser Hallen-Genossenschaft bei der Tennishalle. (Bild: Ulf Zimmermann)

GRABS. Im Grossabünt in Gamprin lädt seit einigen Jahren ein grosszügiger «natürlicher Badesee» in der warmen Jahreszeit zur willkommenen Abkühlung ein – und erst noch kostenlos. Die Kapazität in Gamprin beträgt rund 500 Personen, die Infrastruktur ist komfortabel.

In Grabs sollen kleinere Brötchen gebacken werden. In den drei Varianten der Machbarkeitsabklärung werden weniger ambitionierte Lösungen mit einer täglichen Kapazität von 200 Personen und der Beschränkung der Infrastruktur auf vorwiegend das Notwendige ins Auge gefasst. Auch in Grabs soll die Benutzung kostenlos sein. Dann müssten keine Aufsichtspersonen (Bademeister) angestellt werden, wenn baulich den Sicherheitsaspekten Rechnung getragen würde, hiess es am Montag an der Informationsversammlung in der Aula Kirchbünt.

Verein soll Betrieb organisieren

Welcher der geprüften Standorte (siehe Zweittext) letztlich für den natürlichen Badesee ausgewählt werden soll, ist eine Aufgabe, mit der sich vorerst primär die Projektgruppe beschäftigen soll. Sie hat zudem die Aufgabe, Vorschläge zu unterbreiten, wie der spätere Betrieb und Unterhalt gewährleistet werden soll.

Die Machbarkeitsabklärung schlägt für die Organisation die Form eines Vereins oder einer Genossenschaft vor. Durch das ehrenamtliche Engagement könnten die Personalkosten minimiert werden. Als gutes Beispiel nannte Gemeinderat André Fernandez am Montagabend den Beachsportverein, der die Anlage im Unterdorf betreibt.

Anwohner früh einbeziehen

Fernandez regte weiter an, dass schon in einer frühen Phase die Anwohner des ausgewählten Standortes informiert und einbezogen werden sollen. Positiv wäre ebenfalls, wenn in der Interessenvertretung auch frühzeitig kritische Voten geäussert werden, die so berücksichtigt werden könnten.

Wenn alle Faktoren stimmen, sei die Grabser Hallen-Genossenschaft (GHG) bereit, als Hauptinvestor an die Realisierung eines natürlichen Badesees beizutragen, sagte deren Präsident Marco Büchel. Beispielsweise müssten Bedürfnis und Nachfrage gross sowie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet sein. Das zu belegen wird eine Aufgabe der Projektgruppe sein.

Büchel nannte als mögliche Beitragssumme der GHG 500 000 bis maximal 900 000 Franken. Der Rest müsste durch Sponsoren, Private, Trägervereine etc. beigesteuert werden.