«Es geht um nichts Erfreuliches»

DIETFURT. Jauchegruben müssen landesweit kontrolliert werden, damit man weiss, ob sie dicht sind. Andreas Widmer, Geschäftsführer des Bauernverbands, erläutert das Vorgehen im Kanton St. Gallen.

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DIETFURT. Jauchegruben müssen landesweit kontrolliert werden, damit man weiss, ob sie dicht sind. Andreas Widmer, Geschäftsführer des Bauernverbands, erläutert das Vorgehen im Kanton St. Gallen.

Der Bauernverband habe dem Kanton Vorschläge gemacht, wie man die Kontrollen organisieren könne. Der Thurgau mache es relativ einfach, Zürich kompliziert und Appenzell noch komplizierter, sagte Andreas Widmer.

Die Kontrollen sollen sicherstellen, dass die Jauchegruben keine Lecks haben. Sie sind bundesrechtlich vorgeschrieben. Bezahlen müssen sie die Bauern.

Die Kosten für die Kontrollen dürften meist 300 bis 600 Franken betragen, ohne allfällige Reparaturen. Damit man kleine Defekte sofort beheben könne, müssten Leute kontrollieren, die etwas von Jauchegruben und vom Bauen verstünden. Das Amt für Umwelt (AFU) beauftrage Organisationen, etwa Maschinenringe, mit den Kontrollen. Das habe sich im Thurgau bewährt, sagte Andreas Widmer.

In erster Priorität kämen die 317 Überflurbehälter im Kanton an die Reihe. In zweiter Priorität folgten die 330 Jauchegruben in Grundwasserschutzzonen. Diese beiden Kategorien sollten bis 2016 abgearbeitet sein. Dann folgten die 1829 Jauchegruben aus der Zeit vor 1980. Bei Jauchegruben, die nach 1980 erstellt wurden, befürchtet Andreas Widmer keine Lecks. Bei Weideställen, in denen Rinder nur zehn bis zwölf Tage im Jahr stünden, sei das AFU grosszügig, sagte der Geschäftsführer. (mkn)

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