Erschuf der Schöpfer die Kühe falsch?

Vor 50 Jahren hatten die Bauern noch eine starke Beziehung zur Erde und zu einer grossen Vielfalt an Pflanzen, die damals auf den Wiesen gewachsen sind. Diese Bauern wertschätzten den Boden und sie erkannten, wie wichtig die Vielfalt an Pflanzen für die Gesundheit der Tiere ist.

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Vor 50 Jahren hatten die Bauern noch eine starke Beziehung zur Erde und zu einer grossen Vielfalt an Pflanzen, die damals auf den Wiesen gewachsen sind. Diese Bauern wertschätzten den Boden und sie erkannten, wie wichtig die Vielfalt an Pflanzen für die Gesundheit der Tiere ist. Damals wurden die landwirtschaftlichen Nutztiere noch ganzheitlich betrachtet. Die natürliche Schönheit der Tiere war genauso wichtig, wie die Gesundheit und die Robustheit für ein langes Leben.

Fünfzehn bis zwanzigjährige Kühe, die zehn bis fünfzehn Kälber geboren hatten, waren Standard. Die Gesundheit und das Wohl sowie die ursprüngliche ganzheitliche Schönheit der Tiere wurde damals als hohes Gut vor das Profitdenken gestellt. Gerade diese ganzheitliche Denkweise brachte diesen Bauern die Erträge, die sie brauchten, um existieren zu können.

Als dann das Profitdenken auch in den Bauerstand einkehrte, änderten sich viele Abläufe zu Ungunsten von Natur, Tier und Mensch. Boden, Pflanzen und Tiere wurden zur Ware degradiert, die ausgebeutet werden darf. So entstanden Grossbetriebe, die mit möglichst wenig Personal möglichst viel Leistung und Ertrag bringen sollen.

Gute tiergerechte Anbindeställe werden als ungeeignet erklärt und es wird alles auf Laufställe gesetzt. Kühe werden noch sieben bis zehn Jahre alt, und ihre ursprüngliche Schönheit wird torpediert. Die Kühe werden den Fehlplanungen der Stallarchitekten angepasst. Wer gibt einem Menschen das Recht, dem jungen Kalb die Hornwurzel abzutöten? Wer da glaubt, die Schöpfung sei nicht vollkommen oder der Schöpfer habe etwas falsch gemacht, liegt mit höchster Wahrscheinlichkeit falsch.

Gegenwärtig werden zwischen achtzig und neunzig Prozent der Hörner abgetötet und nun kommt zum Vorschein, dass das Horn weit mehr an Bedeutung für Gesundheit, Alter, sowie für die Qualität der Milch hat als angenommen. Bauern, die noch Kühe mit Hörnern haben, betonen, es fehle an der Beziehung zum Tier, wenn Hörner abgetötet werden. Quantität ersetzt natürliche Qualität, wenn Tiere ausbeuterisch auf lebendes Kapital herabgesetzt werden.

Der Mensch in der materiellen Welt ist mit den Mineralien, den Pflanzen und den Tieren in einen vollkommenen geo-kosmischen Kreislauf hineingestellt, den es zu berücksichtigen gilt, weil sonst wichtige Zusammenhänge aus dem Gleichgewicht fallen, und folglich reagieren die Menschen mit Allergien und Krankheiten. Eine Voraussetzung für eine gesunde Ernährung sind gesunde Böden und gesunde natürlich belassene Tiere.

Damit diese Voraussetzungen wieder besser berücksichtigt werden, wurde die Initiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere» ins Leben gerufen. Unterschriftenbögen und weitere Infos unter: www.hornkuh.ch. Danke für die Unterstützung und das Mittragen zugunsten der Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere und einer gesunden Ernährung.

Niklaus Vetsch, Dorfengrabenstrasse 11,

9472 Grabs