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Ersatzgeschwächter RCOG verliert

Gerade noch lag der RC Oberriet-Grabs in der Tabelle vor Weinfelden – nun sind sie gleichauf. Die Thurgauer spielten alle Trümpfe aus, setzten auf ihre besten Karten und holten sich verdient den Sieg (27:13) über den Ringerclub Oberriet-Grabs.
Dominik Steiger (links) verliert gegen Roger Junker vom RRTV Weinfelden nach Punkten. PD

Dominik Steiger (links) verliert gegen Roger Junker vom RRTV Weinfelden nach Punkten. PD

Das rheintal-werdenbergische Team hatte es im Vorfeld der Begegnung nicht einfach mit der Mannschaftsaufstellung: Die momentan dünne Besetzung wurde durch zwei Krankheitsfälle noch weiter geschwächt und dann musste man auch noch auf alle Doppellizenz-Ringer verzichten. Deshalb entschieden sich auch Mike und Renato Rüegg, die Ringerschuhe zu entstauben, um ihrer Mannschaft unter die Arme zu greifen. Denn wenn eine Mannschaft für zwei Gewichte keinen Ringer stellen kann, verliert sie 0:40, ohne je auf der Matte gestanden zu sein.

Meist punktete der Gegner aus Weinfelden

Die Thurgauer hingegen hatten hoch und genau richtig gepokert, stellten ihre Mannschaft richtig auf, so dass das Team um Trainer David Maia kaum Chancen hatte. Trotzdem gab die Mannschaft sich nicht kampflos geschlagen, rang um jeden Punkt und wurde dabei von den zahlreich mitgereisten Fans angeheizt. Auch Valdrin Istrefi konnte von dieser Stimmung profitieren, siegte im schwersten Gewicht mit technischer Überlegenheit und holte vier wertvolle Mannschaftspunkte. Die einzigen auf der Seite der Rheintaler bis zur Pause, die mit einem Stand von 4:16 begann. Neben einer kampflosen Niederlage verloren Dominik Laritz, Renato Rüegg und Nicolas Steiger ihre Kämpfe mit dem klaren Verdikt von 0:4.

Nach der Pause ging es genau gleich weiter: Die Mannschaft kämpfte um jeden Punkt, doch diese gingen meist an Weinfelden. Mike Rüegg unterlag 0:4, Dominik Steiger sicherte bei der 1:3-Niederlage seinem Team wenigstens einen Mannschaftspunkt. Dies gelang auch Raphael Baumgartner im letzten Kampf des Abends. Zwischen Steiger und Baumgartner betraten die beiden Werdenberger im Team, Captain Andreas Vetsch und Flavio Freuler, die Matte. Sie sorgten mit ihren Siegen immerhin dafür, dass das Schlussresultat aus RCOG-Sicht nicht mehr so brutal aussah.

Beim Stand von 5:23 und der bereits feststehenden Niederlage hatte Vetsch in der Klasse Greco 80 kg gegen Milos Cusvara einen schweren Stand: «Ich konnte gegen meinen Gegner nicht die ganze Leistung abrufen, die ich wollte», äussert sich der Captain enttäuscht. Das Kampfgeschehen fasst er wie folgt zusammen: «Mit zunehmender Kampfdauer regte ich mich immer mehr ob dem Kampfstil meines Gegners auf, der nur passiv war und selber erst gar nicht mitringen wollte. Das erschwerte es für mich sehr, zu Punkten zu kommen, da ich auch die angeordneten Bodenlagen fahrlässig nicht zu nutzen vermochte. Am Ende konnte ich aber immerhin 6:0 gewinnen.» In die Mannschaftswertung flossen auf das Konto von Oberriet-Grabs drei Punkte. «Als ich an der Reihe war, stand die Niederlage schon fest und ich konnte nur noch ein bisschen Resultatkosmetik betreiben», meint Freuler zu seiner Ausgangslage vor dem Kampf gegen Yves Müllhaupt. «Ich konnte den Kampf früh kontrollieren und ging in Führung. Nach einer nicht ganz nachvollziehbaren Entscheidung des Schiedsrichters bekam mein Gegner zwei Punkte nach einer Aktion, die eigentlich von mir ausging. Danach konnte ich wieder punkten und letztlich den Kampf vorzeitig mit 17:2 und technischer Überlegenheit für mich entscheiden», beschreibt Freuler den Kampf.

Werdenbergs Ringer geben sich kämpferisch

Trotz 13:27-Niederlage sieht Trainer David Maia nicht nur Negatives: «Wir wussten, dass es ein schwieriger Kampf wird. Die halbe Mannschaft war nicht fit, aber alle, die hier waren, haben ihr Bestes gegeben.» «Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und der des Teams», fasst der Wartauer Freuler den Wettkampf in Weinfelden zusammen. Der Grabser Vetsch weiss, was es nun geschlagen hat: «Nun sind wir gehörig unter Zugzwang, da wir nächstes Wochenende unbedingt in Brunnen gewinnen müssen, ansonsten sind die Medaillenträume ausgeträumt.» Freuler gibt sich kämpferisch: «Nächstes Wochenende setzen wir alles daran, um zu gewinnen.» (dh)

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