Ersatz für aufgehobene Parkplätze

Mit einer kleinen Feier ist gestern die neue Park+Rail-Anlage auf der Ostseite des Buchser Bahnhofs offiziell eingeweiht worden. Hier stehen nun 93 Mieter- und Kundenparkplätze zur Verfügung.

Hanspeter Thurnherr
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Hans-Peter Hartmann testet unter den Augen der Teilnehmer der Eröffnungsfeier die zentrale Parkuhr. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Hans-Peter Hartmann testet unter den Augen der Teilnehmer der Eröffnungsfeier die zentrale Parkuhr. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

BUCHS. «Während beim Gotthardtunnel morgen zuerst die Eröffnungsfeier stattfindet und der Betrieb erst später aufgenommen wird, ist es hier genau umgekehrt. Seit 1. April ist die Park+Rail-Anlage in Betrieb, die offizielle Feier findet aber erst jetzt statt», sagte Hans-Peter Hartmann, bei den SBB-Immobilien zuständig für die Bewirtschaftung in der Region Ost. Beim kurzen Anlass waren nebst SBB-Vertretern auch Vertreter der Stadt Buchs sowie der am Bau Beteiligten anwesend.

Ersatz für aufgehobene Plätze

Die Anlage wurde als Ersatz für die Anlage auf der Westseite des Bahnhofes erstellt. Dem Neubau des Bahnhofplatzes respektive im Zuge des Abbruchs des Gimmihauses auf dem Bahnhofareal mussten bereits Parkplätze im nördlichen Teil des Bahnhofes weichen. Die Parkplätze im südlichen Teil werden ebenfalls aufgehoben, weil dort während der Bauarbeiten des Bahnhofplatzes der provisorische Busplatz eingerichtet wird.

Erweiterung möglich

Mit der neuen Park+Rail-Anlage stehen nun 42 Mieter- und 51 Kundenparkplätze zur Verfügung. Es bestehen aber Erweiterungsmöglichkeiten um rund 167 auf total 260 Parkplätze. Wie Hartmann ausführte, ist die Verkehrserschliessung dieser Anlage für Langzeitparkierer besser, denn die Parkplätze können von der Autobahn und von Liechtenstein her direkter und einfacher angefahren werden.

In Energieeinsparung investiert

Allein 740 000 Franken investierten die SBB für diese Anlage. Dazu kommen Kosten für Instandhaltung und Energieeffizienz von 1,860 Millionen Franken. «Um Platz zu erhalten, waren unter anderem verschiedene Verschiebungen von Räumlichkeiten und Infrastrukturen nötig», erklärte Alain Lienberger als Bauherrenvertreter der SBB.

Als Nebeneffekt führen diese flankierenden Projekte zu Energieeinsparungen von jährlich 32 000 Liter Öl respektive 380 000 kWh. Auf dem SBB-Areal gibt es nun keine fossilen Heizungen mehr. Die Zielvereinbarung mit dem Kanton verlangt bis 2023 eine Einsparung von 308 000 kWh. Dieses Ziel wird nun bereits übertroffen.

Doppelter Nutzen

«Der Bau der Anlage war für uns der konkrete Start zur Umsetzung des Busbahnhofes und Erweiterung des Bahnareals», sagte Stadtpräsident Daniel Gut. Anstelle des bisher in diesem Bereich aufgestellten Cateringzeltes für den «Kulturtempel» Lokremise sei jetzt eine bessere Alternative geschaffen worden – eine Win-win-Situation. Besucher könnten zudem bei Kulturanlässen die Parkplätze nutzen. Gut freute sich auch über die «unbürokratische und pragmatische» Zusammenarbeit mit den SBB bei diesem Projekt.

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