«Erneuerung und Ausbau des LZSG sind nötig»

Der Gemeinderat Sennwald unterstützt Erneuerung und Ausbau des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen (LZSG) in Salez. In einer Mitteilung begründet er die positive Stellungnahme und führt dabei auch eine damit verbundene zusätzliche Wertschöpfung für die Region ins Feld.

Drucken
Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez (im Hintergrund) und davor das Oberstufenzentrum Türggenau, das mit einer Fernwärmeleitung an die Holzschnitzelheizung angeschlossen werden soll. (Bild: pd)

Das Landwirtschaftliche Zentrum Salez (im Hintergrund) und davor das Oberstufenzentrum Türggenau, das mit einer Fernwärmeleitung an die Holzschnitzelheizung angeschlossen werden soll. (Bild: pd)

SENNWALD/SALEZ. Das Oberstufenzentrum in Salez soll an die neue Holzschnitzelanlage des Rheinhofs angeschlossen werden. Das hat der Gemeinderat Sennwald beschlossen.

«Das Landwirtschaftliche Zentrum St. Gallen (LZSG) in Salez muss erneuert und ausgebaut werden.» Das betont der Gemeinderat der Standortgemeinde Sennwald in einer Mitteilung. Am 28. September werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das Bauprojekt und den Kredit von 32 Millionen entscheiden. Der Gemeinderat Sennwald unterstütze dieses Projekt vorbehaltlos.

Der Kanton St. Gallen habe von allen Kantonen in der Schweiz die dritthöchste Anzahl von Landwirtschaftsbetrieben. Wer sich im Kanton zur Landwirtin oder zum Landwirt mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis ausbilden will, komme an Salez nicht vorbei, erläutert der Gemeinderat.

Der Kanton hat die landwirtschaftliche Bildung und Beratung dort konzentriert. So wurden die Landwirtschaftliche Schule Flawil, die Bäuerinnenschule Custerhof und das Kurszentrum Kaltbrunn schrittweise aufgehoben. Das heute ganzheitliche Angebot der landwirtschaftlichen Bildung und Beratung in Salez ist in veralteten Gesamtanlagen aus den Jahren 1977 und 1985 (Erweiterungsbau) untergebracht.

Das umfasst das Projekt

Das Projekt sieht einen Neubau und den teilweisen Abbruch der alten Gebäude vor. Schule und Internat werden im Neubau untergebracht. Im Schultrakt sind Unterrichtszimmer, Gruppen- und Vorbereitungsräume, Küche, Mensa und Aula geplant; im Internatstrakt gibt es 27 Zimmer, Personalzimmer und die Hauswartwohnung. Der Neubau wird neben den heutigen Gebäuden erstellt, die während der gesamten Bauphase weiter genutzt werden – ohne teure Provisorien.

Nach Bezug der neuen Räume werden das heutige Hauptgebäude und Personalgebäude – beide Baujahr 1977 – abgebrochen. Der Erweiterungsbau (1985) bleibt bestehen, er wird auch weiterhin als Verwaltungsgebäude genutzt.

Energie und Ökologie

Der Neubau ist als Holzbau geplant und die Wärmeerzeugung für die Gesamtanlage erfolgt über eine Holzschnitzelanlage. Der Gemeinderat Sennwald begrüsst dies ausdrücklich, es stelle auch eine beträchtliche Wertschöpfung für die Region dar. Der Gemeinderat hat deshalb auch bereits beschlossen, mit einer Fernwärmeleitung an der neuen Holzschnitzelanlage des Rheinhofs anzuschliessen und das Oberstufenzentrum Türggenau zu beheizen.

«Das LZSG in Salez ist von enormer Bedeutung für die Landwirtschaft und die Gemeinde Sennwald», betont der Rat. Mit dem Bauvorhaben stehe langfristig eine zeitgemässe Infrastruktur für die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung sowie für landwirtschaftliche Beratung zur Verfügung. Das Bauprojekt verdiene deshalb eine deutliche Zustimmung an der Urne, auch durch die Standortgemeinde Sennwald.