Ernennung findet Zuspruch

BERN. Der Bundesrat hat gestern Jacques de Watteville, den 64jährigen Chef des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, zum Chefunterhändler mit der EU ernannt. De Watteville bleibt dem Finanzdepartement zugeordnet, ist aber für die neue Funktion dem Aussendepartement unterstellt.

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BERN. Der Bundesrat hat gestern Jacques de Watteville, den 64jährigen Chef des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, zum Chefunterhändler mit der EU ernannt. De Watteville bleibt dem Finanzdepartement zugeordnet, ist aber für die neue Funktion dem Aussendepartement unterstellt.

Aufgabe des Chefunterhändlers wird sein, die Gespräche mit der EU voranzutreiben. Gleichzeitig soll er die Voraussetzungen für eine allfällige Bündelung der Dossiers schaffen. Die Verantwortung für die einzelnen EU-Dossiers bleibt indes bei den zuständigen Departementen.

In ersten Reaktionen äussern sich die Aussenpolitiker der grossen Bundesratsparteien positiv zur Person de Wattevilles. Kritisiert wird allgemein jedoch die späte Ernennung. Für Ständerat Pirmin Bischof (CVP/SO) etwa ist de Watteville «ein exzellenter Diplomat, stilsicher, dossierfest und zäh». Auch Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP/SG) begrüsst die Wahl. «De Watteville hat das richtige Profil und die notwendige Erfahrung.» Er sei ja Botschafter bei der EU gewesen. (bär/cla.) ? SCHWEIZ 16