Erlenfest-Auflagen strikt einhalten

Nach den negativen Erfahrungen von 2014, als sich nach dem Erlenfest sogar eine IG Lärmschutz gebildet hatte, verlangen die Seveler Behörden, dass die Auflagen diesmal strikt eingehalten werden. Der veranstaltende FC Sevelen verspricht Besserung.

Heini Schwendener
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Das Erlenfest-Zelt für das Partyvolk steht bereit. Laut wird das Fest trotz der Vorschriften und Auflagen. (Bild: Heini Schwendener)

Das Erlenfest-Zelt für das Partyvolk steht bereit. Laut wird das Fest trotz der Vorschriften und Auflagen. (Bild: Heini Schwendener)

SEVELEN. Am Wochenende ist es wieder soweit: im grossen Zirkuszelt beim Fussballplatz Sevelen trifft sich junges Partyvolk aus nah und fern am traditionellen Erlenfest und ein Wochenende später am Bar- & Pubfestival. Die diesjährige Auflage steht nach den vielen Beschwerden von lärmgeplagten Anwohnern, die es im Vorjahr gegeben hat, besonders im Fokus.

Weil damals der Wind die wummernden Bässe bis nach Schaan und Buchs getragen hatte und das Fest um 4 Uhr, als eigentlich Schluss hätte sein müssen, noch weiter andauerte, waren bei der Gemeinde mehr Beschwerden als sonst eingegangen. In Buchs hatte sich in der Folge die IG Lärmschutz Räfis-Rans-Sevelen gebildet, die das Gespräch mit den Behörden suchte.

Einhaltung wird kontrolliert

Zu einer Aussprache zwischen dem Veranstalter (FC Sevelen), Behörden, der Polizei und der IG Lärmschutz kam es im September. Dabei wurde dem Veranstalter klar gemacht, dass künftig die Einhaltung der Auflagen, insbesondere bezüglich Lärmschutz und Festende um 4 Uhr, kontrolliert und überprüft werde. Für den Seveler Gemeindepräsidenten Roland Ledergerber ist klar: «Hält sich der FC nicht an diese Vorgaben oder verstösst er gegen geltende Richtlinien der Bewilligung, wird das Konsequenzen für künftige Veranstaltungen haben.» Diese könnten soweit gehen, dass das Erlenfest keine Bewilligung mehr bekommt. So weit will es der Fussballclub natürlich nicht kommen lassen, zu wichtig sind ihm die Einnahmen aus diesem Fest, aber auch die Tradition, die damit verbunden ist.

Alles messen und protokollieren

«Wir werden die Öffnungszeiten genau einhalten und auf eigene Rechnung Schallmessungen durchführen» erklärt Thomas Hagmann, Chef des Organisationskomitees, auf Anfrage des W&O.

Das Protokoll der Messungen wird anschliessend den Behörden übergeben. Den Behörden liegen somit nach dem Fest klare Daten vor, «statt nur die subjektive Wahrnehmung», so Roland Ledergerber. Aufgrund dieser subjektiven Wahrnehmung ist nämlich ein Fest vielen Leuten, die sich dadurch ihrer Nachtruhe beraubt sehen, immer zu laut.

Thomas Hagmann betont auch, dass das Zelt nun an einem anderen Ort stehe und die Ausrichtung der Lautsprecher optimiert worden sei. Ausserdem müsse ab 3 Uhr für die letzte Partystunde die Lautstärke etwas reduziert werden.

Eric Zaindl von der IG Lärmschutz Räfis-Rans-Sevelen hat schon früher betont, man wolle das Fest nicht grundsätzlich verhindern. Er hofft nun zumindest, dass die Vorschriften und Auflagen an den beiden Wochenenden auch eingehalten werden.

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