Erhält Grabs einen Badesee?

Wenn sich genügend Freiwillige aus der Bevölkerung dafür engagieren, besteht die Chance, dass Grabs schon bald einen «natürlichen» Badesee erhält. Die Machbarkeit ist erwiesen.

Thomas Schwizer
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Nicht so gross und komfortabel wie die Anlage im Grossabünt in Gamprin, aber ebenso erholsam und erfrischend soll der Badesee in Grabs werden. (Bild: Daniel Schwendener)

Nicht so gross und komfortabel wie die Anlage im Grossabünt in Gamprin, aber ebenso erholsam und erfrischend soll der Badesee in Grabs werden. (Bild: Daniel Schwendener)

GRABS. Ein «natürlicher» Badesee wurde im Jahr 2011 als grösster Wunsch aus der Bevölkerung geäussert – bei einem Workshop im Vorfeld der 1400-Jahr-Feierlichkeiten von 2014. Inzwischen zeigt eine fachmännische Machbarkeitsabklärung, dass sich ein solches Projekt am Dorfrand realisieren lässt.

Und dank finanzieller Mittel der Grabser Hallen-Genossenschaft scheint auch aus dieser Sicht die Erfüllung dieses Wunsches in greifbarer Nähe zu sein, wie am Informationsabend vom Montag in der Aula Kirchbünt aufgezeigt wurde.

Machbarkeit ist erwiesen

Die Politische Gemeinde Grabs hat ebenso 10 000 Franken für die Machbarkeitsabklärung bezahlt wie die Grabser Hallen-Genossenschaft GHG. Die Abklärungen haben ergeben, dass ein natürlicher Badesee in Grabs realisierbar ist. Es wurden auch bereits mehrere in Frage kommende Standorte eruiert. Für einen natürlichen Badesee muss mit Kosten von 1,2 bis 1,7 Mio. Franken gerechnet werden – je nach Ausstattung der Infrastruktur, die zusätzlich zum eigentlichen Badesee verwirklicht wird. Die Studie ist auf der Homepage der Gemeinde Grabs einsehbar (www.grabs.ch, unter der Rubrik Aktuelles).

Ausserdem stellt die Gemeinde einen Beitrag an die späteren Betriebs- und Unterhaltskosten in Aussicht. Einen solchen Gemeindebeitrag erhält auch der Beachsportverein. Dieser nimmt mit viel Engagement die Aufgabe des Betriebs und Unterhalts der Beachsportanlage bei der Schulanlage Unterdorf in Grabs wahr. Das sagte Gemeinderat André Fernandez, der zuständig ist für das Ressort Gesundheit und Sport.

Ball liegt nun bei Bevölkerung

Die GHG stellt in Aussicht, einen beträchtlichen Teil der Investitionskosten zu tragen. Allerdings müsse die Bevölkerung darlegen, dass ein Badesee im ausgewiesenen öffentlichen Interesse und nachhaltig ist, sagte GHG-Präsident Marco Büchel. Interessierte melden sich bei der Interessengemeinschaft Badesee (badeseegrabs@gmail.com), deren Kontaktpersonen Karin Steiger und Martin Zwahlen (Grabs) sind. ? DIE DRITTE