Erfolgreiche Reprise für das Sarganserländer Sozialjahr

SARGANS. Die erste HV des Vereins Sarganserländer Sozialjahr (SSJ) brachte es an den Tag: Das Brückenangebot ist ein Bedürfnis. Schulleitung und Vorstand haben also gut lachen. Der Einsatz und die Unterstützung zur Weiterführung des Brückenangebots Sarganserländer Sozialjahr haben sich gelohnt.

Heidy Beyeler
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SARGANS. Die erste HV des Vereins Sarganserländer Sozialjahr (SSJ) brachte es an den Tag: Das Brückenangebot ist ein Bedürfnis. Schulleitung und Vorstand haben also gut lachen. Der Einsatz und die Unterstützung zur Weiterführung des Brückenangebots Sarganserländer Sozialjahr haben sich gelohnt. Nach nur einem Jahr Unterbruch konnten sich 33 Jugendliche zwischen der obligatorischen Schule und einer weiterführenden Ausbildung bzw. Berufswahl wieder für ein Zwischenjahr entscheiden. Während dieser Zeit können sie die Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen.

Sponsoren sind willkommen

Für das kommende Schuljahr haben sich bereits 31 junge Menschen angemeldet. «Demzufolge sind nur noch drei Plätze frei», sagte Markus Roth, Co-Schulleiter. Das sei Beweis genug, dass dieses Zwischenjahr mehr denn je gefragt ist.

Immerhin schliessen im Sommer etwa doppelt so viele Jugendlich das SSJ ab als zuvor, als das Bildungsdepartement noch dafür verantwortlich zeichnete. «Neu nehmen wir aber auch Jugendliche während des laufenden Schuljahres auf – falls es Platz hat», betonte Doris Kühne, Präsidentin des Vereins Sarganserländer Sozialjahr.

Sonst habe sich eigentlich nichts geändert. Das altbewährte Konzept wird wie gehabt weitergeführt. Mehrheitlich sind auch die Lehrkräfte dieselben. Auch das Schulgeld bleibt bei 2000 Franken für das ganze Schuljahr. Nur, vom Kanton gibt es kein Geld. Für die Finanzen ist der Verein allein verantwortlich. «Da sind Mitglieder und insbesondere Sponsoren herzlich willkommen», bekräftigte Markus Roth. Apropos Finanzen: Für dieses Ressort wurde Richard Bless, Sargans, neu in den Vorstand gewählt.

Bedarf ist ausgewiesen

Guido Städler, Präsident der Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee (TSW), zeigte sich ebenfalls hocherfreut über den gelungenen Neustart des SSJ. Die TSW hat für das Sarganserländer Sozialjahr das Patronat übernommen. «Dass schon im ersten Jahr der Wiedereinführung des Brückenangebots sogar zwei Klassen geführt werden dürfen, ist ein voller Erfolg, den man im Bildungsdepartement in St. Gallen bestimmt nicht übersehen kann», schrieb Städler im vergangenen Herbst. Damit sei der Bedarf für ein erfolgreiches Brückenangebot klar ausgewiesen.

Co-Schulleiterin Marlies Bislin nützte die Umfrage, um einen Aufruf an die Mitglieder und an die Öffentlichkeit zu richten: «Wer zu Hause eine Nähmaschine hat, die nicht mehr gebraucht wird, soll sie dem SSJ bitte zur Verfügung stellen. Wir holen sie auch ab – Anruf genügt.»