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Entwicklung bereitet Spitälern «gewisse Besorgnis»

Grabs/Rebstein Die Spitäler Grabs und Walenstadt gehören zur Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland (RWS), welche Dutzende von Mitarbeitern beschäftigt, die im Fürstentum Liechtenstein wohnen und neu in der Schweiz steuerpflichtig sind. Die Verantwortlichen haben jene, die von der veränderten Steuerpflicht betroffen sind, «fortlaufend informiert und betreut», wie die Spitalregion auf Anfrage des W&O schreibt. Das habe mit einer Information am gleichen Tag begonnen, an dem die Betroffenen das entsprechende Schreiben vom Steueramt Liechtenstein bekamen. In der Folge habe man sie als Arbeitgeber eng begleitet und sichergestellt, dass sie über alle notwendigen Informationen verfügen.

Die Spitalregion habe in dieser ganzen Zeit auch als Schnittstelle zu den Steuerämtern in Liechtenstein und St. Gallen fungiert und umfassende rechtliche Abklärungen auf beiden Seiten durchgeführt, heisst es weiter.

Einen Informationsanlass für Mitarbeitende aus Liechtenstein haben sie, nach vorheriger Terminumfrage, zusammen mit dem Kantonsspital St. Gallen am 1. Juni 2017 durchgeführt. Die Steuerverwaltung Liechtenstein war an dieser Orientierung mit drei Personen vertreten, das Steueramt St. Gallen nahm nicht teil. Auch das Kantonsspital beschäftigt Mitarbeitende aus Liechtenstein, die neu Quellensteuer in der Schweiz zahlen müssen.

Auch den Steuerrechner empfohlen

Die Spitalregion RWS habe die betroffenen Arbeitnehmer umfassend informiert, dass die Quellensteuer in der Schweiz deutlich höher ausfallen werde als die bisherige Steuer in Liechtenstein, heisst es weiter. Das sei mit Informationsschreiben, der Informationsveranstaltung und individuellen Informationen erfolgt. Zudem habe die Personalabteilung diverse Anfragen beantwortet.

Mit dem Steuerrechner Comparis kann man die Höhe der Quellensteuer auf Basis des Bruttolohns, des Zivilstandes und der Anzahl Kinder online berechnen. Deshalb hat die Spitalregion RWS diesen Steuerrechner, ergänzend zu den anderen Informationen, allen Mitarbeitenden empfohlen und per Link online versendet. So hätten sie selbst ausrechnen können, wie ihre tatsächliche Steuersituation sein werde, heisst es weiter. Auch die Kontaktdaten vom Quellensteueramt St. Gallen sei bei Anfragen genannt worden, damit die Betroffenen dort konkret nachfragen konnten.

Trotz all dieser Informationen habe die Personalabteilung nach der Lohnauszahlung vom Januar 2018 zwei Anrufe von betroffenen Mitarbeitern aus Liechtenstein erhalten. Weiter schreibt die Spitalregion: «Gemäss zahlreicher Rückmeldungen, die wir erhalten haben, war den betroffenen Mitarbeitenden sehr bewusst, dass die finanzielle Belastung deutlich höher sein wird durch die Besteuerung an der Quelle im Kanton St. Gallen.» Allerdings sei es vermutlich für sie dennoch ein Schock gewesen, als sie die erste Lohnabrechnung mit Quellensteuerabzug erhalten haben.

Schwierige Situation ist bewusst

Die Spitalregion RWS betont, dass ihr die schwierige Situation ihrer Mitarbeitenden aus Liechtenstein klar sei. «Wir sind uns bewusst, dass ein Reallohnverlust in dieser Höhe für die meisten einschneidend ist», heisst es dazu. Deshalb habe man sie seit Bekanntwerden im April 2017 umfassend informiert, beraten und betreut. Als Arbeitgeber habe man aber «keinen Einfluss auf die Entscheidung und die damit verbundenen Konsequenzen für die betroffenen Mitarbeitenden».

Angesichts der zahlreichen in Liechtenstein wohnhaften Fachkräfte in den Spitälern Grabs und Walenstadt sieht die Spitalregion RWS «diese Entwicklung mit einer gewissen Besorgnis». Konkret hält sie fest: «Wir würden es sehr bedauern, wenn wir langjährige und geschätzte Mitarbeitende verlieren, weil sie sich auf Grund des Reallohnverlustes anderweitig orientieren müssen.» (ts)

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