Entlastung durch Mobiliar

Mit 30 Mio. Franken leistet die Mobiliar einen Beitrag an Präventionsprojekte. Darunter sind Hochwasserschutzprojekte in Buchs (Giessen-Rondelle) und Oberschan (Läuibach).

Hansruedi Rohrer
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Gemeindepräsident Beat Tinner, Rainer Kostezer und Werner Schwendener von der Mobiliar, Bauunternehmer Werner Marty und Bauingenieur Kurt Gabathuler (von links) bei der Begehung der Baustelle am Läuibach bei Oberschan. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Gemeindepräsident Beat Tinner, Rainer Kostezer und Werner Schwendener von der Mobiliar, Bauunternehmer Werner Marty und Bauingenieur Kurt Gabathuler (von links) bei der Begehung der Baustelle am Läuibach bei Oberschan. (Bild: Hansruedi Rohrer)

OBERSCHAN. Am Läui-/Mülbach müssen Sperren neu erstellt und ein bestehendes Geschieberückhaltebecken erweitert werden. Deshalb wurde ein Bachperimeter öffentlich aufgelegt und ist seit Frühjahr 2015 rechtskräftig. Noch im August findet der Baubeginn statt. Die Gesamtkosten betragen 740 000 Franken, wobei die Gemeinde 244 000 Franken übernehmen muss. Gemeindepräsident Beat Tinner ersuchte die Mobiliar um Unterstützung. Die Versicherungsgesellschaft beteiligt sich nun mit 122 000 Franken an den Restkosten.

Starke Niederschläge im Einzugsgebiet des Läuibaches hätten im Juli 2010 zu einem Hochwasserereignis mit massiven Schadenfällen in Oberschan geführt, erklärte Gemeindepräsident Beat Tinner bei der Besichtigung der künftigen Baustelle. Neben der Überschwemmung einiger Liegenschaften im Dorf selbst habe das Unwetter auch Schäden im oberen, verbauten Bachabschnitt zwischen der Furt und dem Durchlass oberhalb des Schwimmbades Oberschan verursacht.

Viel Geschiebe

Beat Tinner teilte mit: «Einerseits wurden das Wiesland und die Strasse unterhalb der Furt mit Geschiebe überschwemmt, und andererseits vermochte die Schleppkraft des Wassers die Sohle des Läuibaches auf weiten Bereichen stark abzusenken. Dies führte zur Unterspülung des Durchlassbauwerkes hinter der Furt und vermochte bei der Sperre 820 den Betonriegel des Tosbeckens freizulegen.»

Nach sofort erfolgten Massnahmen beauftragte die Politische Gemeinde Wartau das Büro Gabathuler AG, Buchs, aufzuzeigen, wie die bestehenden Sperren vor weiteren Schäden bewahrt werden können.

Bestehendes sichern

Der Läuibach wurde schon aufgrund eines im Jahr 1979 erfolgten Hochwasserereignisses verbaut. Die zusätzlichen Verbauungen im jetzigen Projekt sollen die bestehenden Bauwerke sichern und das früher geschaffene Rückhaltevolumen wieder herstellen. Zur Sicherung der Furt sind zwei neue Sperren notwendig, und auch bei der Sperre 820 sind zur Überwindung der Höhendifferenz zwei neue Stufen nötig. Nach dem Ausbau besteht insgesamt ein Rückhaltevolumen von etwa 1300 Kubikmeter. Vor dem Hochwasser von 2010 standen gemäss Naturgefahrenanalyse rund 1000 Kubikmeter zur Verfügung.

Handlungsbedarf

«Unsere Gesellschaft ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Hand zu unterstützen», sagte Rainer Kostezer, Generalagent der Mobiliar in Buchs, an der Besichtigung in Oberschan. Gerade auch die jüngsten Unwetter hätten deutlich gemacht, wie wichtig Hochwasserschutz sei. Vielerorts würde Handlungsbedarf bei der Prävention bestehen. Rainer Kostezer nannte die derzeit zu Ende gehenden Sanierungsarbeiten für die Vergrösserung der Abflusskapazität des Giessens im Bereich der Rondelle in Buchs. Die Mobiliar müsse keine profitorientierte Aktionäre auszahlen, sondern könne den Gewinn in derartige langfristige Projekte – nicht zuletzt zum Wohle der Öffentlichkeit – investieren.